Gefangener, und Ihr werdet, hoff ich, gestehen, daß ich eben sotüchtig darin bin, ans der Haft z» brechen, als Urlaube zu halten."
„Mein junger Freund ist ein Elennthier!" rief der Hnrone.„Seine Beine sind sehr lang; sie haben meinen jungen MännernMuhe gemacht. Aber er ist kein Fisch; er kann seinen Weg imSee nicht finden. Wir schoßen ihn nicht; Fische fängt man inNetzen, und tödtet sie nicht mit Kugeln. Wenn er wieder einElennthier wird, wird er wie ein Elennthier behandelt werden."
„Ja, schmatzt nur, Rivenoak; rühmt und benutzt Euren Vor-theil. Es ist Euer Recht, denke ich, und ich weiß, cs ist EureGabe. Ueber den Punkt werden wir nicht weiter Worte wechseln;denn alle Menschen dürfen und müssen ihren Gaben folgen. In-dessen, wenn Eure Weiber anfangen, mich zn necken und zu schmähen,was, wie ich glaube, bald geschehe» wird, so mögen sie bedenken,daß, wenn ein Bleichgesicht sich um sein Leben wehrt, so lang esrecht und mannhaft ist, er auch mit Anstand es fahren zn lassenweiß, wenn er fühlt, daß die Zeit gekommen. Ich bin Euer Ge-fangener; thut Euren Willen an mir."
„Mein Bruder hat einen langen Lauf gcmachl ans den Bergenund eine angenehme Fahrt ans dem Wasser," versetzte Rivenoakmilder, und lächelte dabei in einer Art, die, wie der Anderewußte, friedliche Absichten verrieth. „Er hat die Wälder gesehen;er hat das Wasser gesehen; wo gefällt es ihm am besten? Viel-leicht hat er genug gesehen, um seinen Sinn zn ändern und ihngeneigt zn machen, Vernunft zn hören."
„Sprecht, Hnrone, Ihr habt Etwas in Gedanken, und jeeher cs gesagt ist, um so eher habt Ihr meine Antwort."
„Das ist gerade heraus gesprochen! In den Reden meinesFreundes, des Bleichgesichts, sind keine krummen Windungen, ob-wohl er ein Fuchs ist im Laufen. Ich will zn ihm sprechen! seineOhren sind jetzt weiter offen als zuvor, und seine Angen sind nichtverschlossen. Die Snmach ist ärmer als je. Früher hatte sie