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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Glück für den Flüchtling in ziemlicher Entfernung auf der andernSeite des Vorsprungs lag.

Vielleicht war Wildtödters Lage heute noch nie kritischer ge-wesen, als in diesem Augenblick, und gewiß nie halb so voll tan-talischer Qual. Er lag zwei bis drei Minuten vollkommen ruhig,einzig auf sein Ohr sich verlassend, da er hoffte, das Geräusch imSee zu vernehmen, falls Jemand heranzuschwimmen wagte. Einpaarmal bildete er sich ein, das Wasser werde aufgerührt durchdie vorsichtige Bewegung eines Armes, bemerkte aber daun, daßes das Anspülen des Wassers an den Kieseln des Strandes war;denn es ist selten, daß diese kleinen See'u, dem Oceau nachäffcud,so gänzlich ruhig sind, daß sic nicht an ihren Küsten ein leisesSichheben und Senken des Wassers hätten. Plötzlich verstumm-ten alle Stimmen, und eine Todesstille herrschte auf dem Platze;ein so tiefes Schweigen, als ob Alles in der Ruhe nnbeseeltenLebens daläge. Mittlerweile war das Canoc so weit hinansge-tricben, daß Wildtödtcr, auf dem Rücken liegend, nichts mehrsehen konnte, als den leeren, blauen Raum, und einige wenigejener helleren Strahlen, welche ans dem vollen Sonnenglanz her-vorbrechc», bezeichnet«, ihre Nähe. Diese Ungewißheit lang ans-znhalten war nicht möglich. Der junge Mann wußte wohl, daßdie tiefe Stille Unheil weissagte, denn die Wilden sind nie soschweigsam, als wenn sie im Begriff stehen, einen Schlag zuführen dem verstohlenen Schleichen des Panthers ähnlich, eheer seinen Satz macht. Er zog ein Messer heraus, und war imBegriff ein Loch durch die Rinde zu schneiden, um einen Blickans die Küste zu gewinnen, als er wieder inne hielt, ans Furcht,bei diesem Vornehmen gesehen zu werden, wodurch die Feinde einZiel für ihre Kugeln bekommen würden. In diesem Augenblickaber ward schon eine Büchse abgcfenert, und die Kugel schlugdurch beide Seiten des Canoe's, achtzehn Zoll von der Stelle, wosein Kopf lag. Das war ein gefährlicher Handel, aber unser Held