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gebietet uns, die zu lieben, die uns verächtlich behandeln, undwarum nicht Diejenigen, die das nicht thnn?"
„Ach, Hctty! Die Liebe der Missionäre ist nicht die Art vonWohlgefallen, die ich meine. Antwortet mir ans Eines, Kind:glaubt Ihr Geist und Verstand genug zu haben, Weib und Mutterzu werden?"
„Das ist keine Frage, die einem Mädchen vorznlegen geziemt,Wildtvdter, und ich werde sie nicht beantworten," versetzte dasMädchen im Ton des Vorwurfs — etwa wie ein Vater oder eineMutter ein Kind tadelt wegen einer Unbescheidenheit. „Wenn JbrEtwas über Hnrry zu sagen habt, so will ich das hören; aberIhr mußt nicht schlimm von ihm sprechen; er ist abwesend, undes ist nicht schön, schlimm von Abwesenden zu sprechen."
„Eure Mutter hat Euch so viel gute Lehren gegeben, Hetty,daß meine Besorgnisse Eurethalben nicht mehr so groß sind wiefrüher. Dennoch muß ein Mädchen ohne Eltern, in Eurem Ge-mnthsznstand, und nicht ohne Schönheit, immer in Gefahr seinin einer so gesetzlosen Gegend wie diese. Ich möchte Nichts zumNachtheil Hnrry's sagen, der in der Hauptsache kein übler Mannist für Einen von seinem Berns, aber Ihr solltet Eines wissen,was zu hören Euch vielleicht gar nicht angenehm ist, aber Euchdoch gesagt werden muß. March hat eine desperate Neigung fürEure Schwester Judith."
„Nun, und was weiter? Jedermann bewundert Judith, sleist so schön, und Hnrry hat mir oft und viel gesagt, wie sehr erwünsche, sic zu heirathcn. Aber das wird nie geschehen, dennJudith mag den Hnrry nicht. Sie hat einen Andern gern, undspricht von dem im Schlafe; aber Ihr dürft mich nicht fragen,wer es ist, den» alles Gold in König Georgs Krone und alleJuwele» dazu, würden mich nicht versuchen, Euch seinen Namenzu sagen. Wenn Schwestern nicht Geheimnisse von einander be-wahren können, wer soll es dann?"
Der Wildtbdter.
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