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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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die Vernunft ist gegen Euch, und Ihr könnt es immerhin anfge-ben; denn gegen die Vernunft Etwas behaupten, geziemt sich inkeiner Weise für einen Häuptling von Eurem Charakter und Ruf."

Mein Bruder ist nicht er selbst; er vergißt, daß er zu Einemredet, der an den Berathnngsfeuern seiner Nation gesessen ist,"versetzte der Andere mild.Wenn Männer sprechen, sollten sieNichts sagen, was auf der einen Seite des Kopfes hinein und aufder andern heransgeht. Ihre Worte sollten nicht Federn sein, soleicht, daß ein Wind, der das Wasser nicht kräuselt, sie fortmehenkann. Er hat auf meine Frage nicht geantwortet; wenn einHäuptling eine Frage stellt, sollte sein Freund nicht von ander»Dingen plaudern."

Ich versteh' Euch, Delaware; ich verstehe wohl, was Ihrmeint, und die Wahrheit erlaubte mir nicht, es anders zu sagen.Dennoch ist es nicht so leicht, Euch zu antworten, wie Ihr zuglauben scheint, aus diesem einfachen Grunde: Ihr verlangt, ichsolle sagen, was ich thäte, wenn ich eine Verlobte hätte wie Ihrhier habt, auf dem See, und einen Freund drüben im Lager derHnronen, mit Martern bedroht. Das ist cs, nicht so?"

Der Indianer nickte schweigend mit dem Kopf, immer mitunbeweglichem Ernst, obgleich sein Auge zwinkerte bei dem An-blick von des Andern Verlegenheit.

Nun gut, ich hatte nie eine Verlobte, kannte nie die Artvon Gefühlen gegen ein junges Weib, wie Ihr gegen Hist; ob-gleich der Herr weiß, daß meine Gefühle wohlwollend genug sindgegen Alle. Dennoch aber ist mein Herz, wie sie es nennen, insolchen Dingen nicht geübt, und daher kann ich nicht sagen, wasich thäte. Ein Freund zieht stark an Einem; das weiß ich ansErfahrung, Schlange; aber nach Allem, was ich gesehen und ge-hört habe von der Liebe, bin ich geneigt zu glauben, daß eineVerlobte noch stärker zieht."

Wahr, aber die Verlobte Chingachgooks zieht nicht nach den