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roth geworden wie seine Wange; der sich dnrch Moräste undBusche hindnrchgcarbeitct, bis seine Hand so rauh geworden wiedie Eichen, unter denen er schlief; der die Witterung des Wildesverfolgt hat, bis sein Schritt so verstohlen geworden wie der desPanthers, und der keinen Wohlgernch an sich hätte, als welchendie Natur in der freien Luft und im Walde gibt — wenn jetztdiese beiden Männer hier ständen, als Werber um Eure Neigung;welcher, glaubt Ihr, würde Eure Gnnst gewinnen?"
„Judiths schönes Angesicht flammte; denn das Bild, das ihrGesellschafter so unbefangen entworfen von einem lustigen Offizierder Garnisonen, war einst ihrer Phantasie besonders angenehm ge-wesen, obwohl Erfahrung und Täuschung jetzt nicht nur alle ihreGefühle erkältet, sondern ihnen auch eine entgegengesetzte Richtunggegeben hatte, und das vorübergehende Bild übte einen augen-blicklichen Einfluß auf ihre Empfindungen; aber auf die ihr in'sGesicht getretene Nöthe folgte eine so tvdtliche Bläffe, daß sieganz geisterhaft erschien.
„So wahr Gott mein Richter ist," antwortete das Mädchenfeierlich, „stände» diese beiden Männer vor mir, wie denn derEine, ich darf cs sagen, wirklich vor mir steht, meine Wahlwürde, wenn ich mein eigenes Her; kenne, auf den Letzten:gehen. Ich wünsche mir keinen Gatten, der irgend vornehmer istals ich."
„Das ist lieblich zu hören, und könnte einen jungen Mannwohl verführen, eine Zcitlang feine eigene Unwürdigkeit zu ver-gessen, Judith! Indes;, Ihr bedenkt doch kaum Alles, was Ihrsprecht! Ein Mann wie ich, ist zu roh und zu unwissend für einMädchen, das eine solche Mutter gehabt hat, sie zu lehren; Eitel-keit ist natürlich, glaub' ich; aber eine solche Eitelkeit würde dieVernunft überschreiten!"
„Dann wißt Ihr nicht, wessen eines Weibes Herz fähig ist!Roh seid Ihr nicht, Wildtödtcr, auch kann der nicht unwissend