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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
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sondere hingelenkt durch den Umstand, daß beide mit Tinte schwarzunterstrichen waren. Sonst fand sich Nichts unter den Papieren,was zur Entdeckung des Namens oder des Wohnorts von HuttersGattin fuhren konnte. Alle Daten, Unterschriften und Adressenwaren von den Briefen weggeschnitten, und wo ein Wort im Textselbst vvrkam, das einen Schlüssel liefern konnte, war es auf'sSorgsamste ausgelöscht. So fand Judith alle ihre Hoffnungen, zuerfahren, wer ihre Eltern gewesen, getauscht, und sie war genö-thigt, in Betreff ihrer ganzen Zukunft wieder ans ihre eigenenHilfsquellen und Lebensgewohnhcitcn znrückznkommen. Ihre Erin-nerung an ihrer Mutter Benehmen, Gespräche und Leiden ergänz-ten manche Lücken in de» jetzt von ihr entdeckten historischen Um-ständen; »nd die Wahrheit stand in ihren allgemeinen Umrissendeutlich genug vor ihr, um ihr in der That alle Lust zu beneh-men nach weiteren Details. Sie warf, sich wieder ans ihren Sitzzurück, und bat einfach ihren Genossen, die Untersuchung derübrigen Artikel in dem Schranke zu beendigen, da er noch Etwasvon Wichtigkeit enthalten könne.

Ich will cs thnn, Judith; ich will es thnn," versetzte dergeduldige Wildtödter,aber wenn noch mehr Ariefe zum Lesendarin sind, werden mir die Sonne wieder am Himmel sehen, eheIhr mit dem Lese» fertig geworden! Zwei gute Stunden habtIhr in diese Stücke Papier hinctzsgcschant!"

Sie melden mir von meinen Eltern, Wildtödter, und habenmeine Plane für mein Lebe» bestimmt. Ein Mädchen ist wohl znentschuldigen, das von seinem eigenen Vater und Mutter liest,und dazu noch znm ersten Mal in ihrem Leben. Es thut mir leid,daß ick Euch habe lange warten lassen."

Seid unbekümmert wegen meiner, Mädchen, ganz unbeküm-mert. Es trägt wenig aus, ob ich schlafe oder wache; aber ob-schon ihr lieblich anznsehen und so schön seid, Judith, ist es dochnicht ganz angenehm, so lange dazusitzen und Euch Thränen