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Abschied freimnthig und mit großherziger Wärme zu nehmen, brachteer das Wenige, was er zn sagen nöthig fand, mürrisch und kaltvor. Erbitterung über Judiths Hartnäckigkeit, wie er es ansah,war gemischt mit Kränkung und Verdruß über die Begegnisse, dieihm zngcstoßen, seit er den See erreicht hatte; und wie es ge-wöhnlich ist bei gemeinen und engherzigen Menschen, war er mehrgeneigt, Andern wegen seiner Mißgeschicke Vorwürfe zn machen,als sich selbst zn tadeln. Judith reichte ihm die Hand, aber wohlvöllig ebensosehr ans Freude als mit Bedauern, während die bei-den Delaware» ohne Leidwesen erfuhren, daß er sie verlasse»wolle. Unter der ganzen Gesellschaft zeigte nur Hetty ein wahresGefühl. Verschämtheit und die Schüchternheit ihres Geschlechtsund Charakters hielten auch sie einigermaßen entfernt, so daßHnrry in das Canoe trat, wo Wildtödter schon seiner wartete,ehe sie sich nahe genug heranwagte, um bemerkt zu werden.Dann aber trat das Mädchen in die Arche, und erreichte derenEnde, gerade als die kleine Barke von ihr abstieß mit so leichterund stetiger Bewegung, daß man es kaum wahrnahm. EineAufwallung von Gefühl überwand jetzt ihre Schüchternheit, undHetty sprach:
„Lebt wohl, Hnrry," rief sie mit ihrer süßen Stimme —„lebt wohl, lieber Hnrry. Nehmt Euch in Acht in den Wäldern,und macht nie Halt, bis Ihr die Garnison erreicht. Die Blätterans den Bäumen sind kaum zahlreicher als die Huronen um denSee herum, und sie würden einen starken Mann nicht so mildbehandeln, wie sie mich behandeln."
Die fesselnde Anziehungskraft, welche March für dies; schwach-sinnige Mädchen hatte, das doch den Sinn und das Gefühl desRechten befaß, beruhte auf einem Gesetz der Natur. Ihre Sinnewaren eingenommen worden von den Vorzügen seiner Person; undihr moralischer Verkehr mit ihm war nie innig und genau genuggewesen, um einem Eindruck das Gegengewicht zu halten, der