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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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so viele Weiber zu finden, als er verlangt, aber diese Eine kanner nicht haben. Das ist ihre Mcinnng nnd nichts Anderes, wieich es verstehe."

Sie sind sehr verbindlich und einsichtsvoll, daß sie vvrans-setzen, ein junges Weib könne alle ihre Neigungen vergessen, umdiesen unglücklichen Jüngling die seinigc finden zu lassen!" sagteJudith ironisch; aber im Weitersprcchen wurde ihr Ton bitterer.Ich denke, ein Weib ist ein Weib, sei ihre Farbe weiß oder roth;und Eure Häuptlinge verstehen sich wenig ans das Herz des Weibes,Wildtödter, wenn sie meinen, es könne je verzeihen, wenn cs miß-handelt worden, oder je vergessen, wenn es innig liebt."

Ich denke, das ist so ziemlich die Wahrheit bei manchen Wei-bern, Judith, aber doch habe ich auch solche gekannt, die Beideskonnten. Die nächste Botschaft ist an Euch. Sic sagen, dieBisamratze, wie sie Alle Euren Vater nennen, ist nntergctanThtin den Grund des See's; er wird nimmer wieder heranfkommen,und seinen Jungen wird es bald an Wigwams, wo nicht an Nah-rung fehlen. Die Huroncn-Hütten, meinen sie, sind besser, als dieHütten von Jork; sie wünschen, daß Ihr kommt nnd einen Ver-such macht. Eure Farbe ist weiß, das gestehen sie zu, aber sie mei-nen, Mädchen, die so lang in den Wäldern gelebt, würden ihrenWeg verlieren in den Lichtungen. Ein großer Krieger unter ihnenhat neulich sein Weib verloren, nnd er würde sich freuen, dieWilde Rose ans ihre Bank an seiner Fenerseite zu setzen. Was dieSchwachsinnige betrifft, so wird sie immer geehrt und gut besorgtsein bei den rothen Kriegern. Eures Vaters Güter, meinen sie,sollen den Stamm bereichern; aber Eure eigene Habe, worin alleund jede Weibersachen eingeschlossen sind, soll, wie bei allen Wei-bern, mit in den Wigwam des Mannes komme». Ueberdieß ha-ben sie kürzlich ein junges Mädchen durch eine Gewaltthat ver-loren, nnd es erfordere zwei Bleichgesichter, ihren Platzauszufüllen."

Und Ihr bringt mir eine solche Botschaft!" rief Judith,