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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
487
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deren Botschaften, mit einem kleinen Stück Wampnm gesandt,man sich vielleicht eben so sicher verlassen konnte, als sähe mandas ganze Geschäft vor Angen beendigt. Ja, Judith, Ihr sprachtnie ein wahreres Wort, als da Ihr sagtet, ans manche Männerkönne man sich verlassen, und ans Andere nicht."

Ihr seid ein unbegreifliches Wesen, Wildtödter," versetztedas Mädchen, nicht wenig verdutzt über die fast kindische Einfalt,die der Jäger so oft verriet!) eine so auffallende Einfalt, daßsle ihn nicht selten auf die gleiche Stufe mit der SchwachsinnigkeitHetty's zu stellen schien, obgleich immer gehoben durch die schöne,sittliche Wahrheit, die durch Alles durchschimmerte, was dies; un-glückliche Mädchen sagte und that.Ihr seid ein höchst unerklär-licher Mann, und ich weiß oft nicht, wie ich Euch verstehen soll.Aber für jetzt lassen wir das; Ihr habt vergessen, uns zu sagen,auf welche Weise Ihr hierher gekommen."

Ich! Oh, das ist nicht sehr unerklärlich, wenn auch ichselbst es bin, Judith. Ich bin auf Urlaub."

Urlaub! Das Wort hat eine Bedeutung unter den Solda-ten, die ich verstehe; aber was es bedeutet, gebraucht von einemGefangenen, wüßte ich nicht zu sagen."

Es bedeutet gerade dasselbe. Ihr habt ganz recht; die Sol-daten gebrauchen das Wort, und gerade in demselben Sinne wieich. Ein Urlaub ist das, wenn ein Mann Erlaubnis; hat, einLager oder eine Garnison für.eine gewisse, festbestimmte Zeit zuverlassen, nach deren Ablauf er znrückkommen und seine Musketeschultern, oder sich seinen Martern unterwerfen muß, je nachdemer zufällig ein Soldat oder ein Gefangener ist. Da das Letzterebei mir der Fall ist, so habe ich nothwendig auch die Aussichteneines Gefangenen."

Haben Euch die Huronen so gehen lassen, ohne Wache oderBegleitung?"

Gewiß ich konnte auf keine andere Weise kommen, es