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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Gelegenheit dar, so hier z» bleibe», wie dn es meinst. Anch ist esZeit, Hetty, daß wir, so viel wir können, über unsere Ver-wandte nnd unsere Familie zu erfahren suchen. Es ist nicht wahr-scheinlich, daß wir ganz ohne Verwandte sind, und vielleicht freuensie sich, uns zu, sehen. Der alte Schrank ist seht unser Eigen-thum, und wir haben ein Recht, ihn zu durchsuchen, und aus dem,was er enthält, so viel als möglich zu erfahren. Mutter war soverschieden von Thomas Hutter, daß ich jetzt, seit ich weiß, daß wirnicht seine Kinder sind, vor Verlangen brenne, zu erfahren, westenKinder wir denn sein mögen. Gewiß sind Papiere in jenemSchrank, nnd diese Papiere geben uns vielleicht allen Aufschlußüber unsere Eltern nnd Blutsfreunde."

Nun, Judith, dn weißt es am besten, denn du bist unge-wöhnlich gescheidt, das sagte die Mutter immer, und ich bin nurhalb klug. Nunmehr Vater und Mutter todt sind, frage ich nichtmehr viel nach Verwandten, außer dir, und glaube, ich könntesie, die ich nie gesehen, nicht so lieben wie ich sollte. Wenn duden Hurry nicht heirathen magst, sehe ich nicht, wen dn znmMann wählen solltest, nnd daun fürchte ich, werden wir am Endedoch den See verlassen müssen."

Was meinst du von Wildtödter, Hetty?" fragte Judith, in-dem sie sich vorwärts beugte, wie ihre arglose Schwester, nndihre Verlegenheit auf eine ähnliche Weise zu verhehlen suchte.Wäre das nicht ein Schwager nach deinem Geschmack?"

Wildtödter!" wiederholte die Andere, in unverstelltem Er-staunen anfschaueud;ei, Judith, Wildtödter ist nicht im Min-desten hübsch, und ist gar kein Mann für Eine wie du bist!"

Er sieht nicht übel aus, Hetty, und Schönheit ist bei einemMann nichts Wichtiges."

Denkst du so, Judith? Ich weiß, daß Schönheit von keinergroßen Wichtigkeit ist, bei Mann oder Weib, in den Augen Got-tes; denn Mutter hat mir das oft gesagt, wenn sie dachte, ich