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ziehung Zurückhaltung; und die Art und das Gefühl ihres Ge-schlechts hieß sic geduldig einen Augenblick abwarten, wo sie einwohlthucudes Mitgefühl durch die That statt mit Worten au denTag legen könnte. Chingachgook hielt sich in ernster Zurückhal-tung etwas entfernt, wie ein Krieger drein schauend, aber füh-lend wie ein Mensch.
Judith trat zu ihrer Schwester mit einer Würde und Feier-lichkeit in ihrem Wesen, wie es sonst nicht in ihrer Art war zuzeigen; und obwohl ans ihrem schönen Gesicht noch die Schattender innen, Qual sichtbar waren, sprach sie doch fest und ohneBeben der Stimme. In diesem Augenblick entfernten sich Hist undder Delaware, und begaben sich an's andere Ende des Fahrzeugszu Hnrry.
„Schwester," begann Judith freundlich, „ich habe dir viel zusagen; wir wollen in dieß Canoe steigen und ei» wenig von derArche weg rudern — die Geheimnisse von zwei Waisen dürfennicht von jedem Ohr vernommen werden."
„Aber gewiß, Judith, von dem Ohr ihrer Eltern. Laß Hnrryden Anker lichten und mit der Arche wegfahren, und uns hier alleinlassen, neben de» Gräbern von Vater und Mutter, damit wir unssagen, was wir zu sagen haben."
„Vater!" wiederholte Judith langsam, und das Blut stieg ihr,zum ersten Mal wieder, seit sie sich von March getrennt, in dieWangen; „er mar nicht unser Vater, Hctty. Das haben wir ansseinem eigenen Munde, und zwar in seiner Sterbestunde."
„Freust du dich, Judith, zu erfahren, daß du keinen Vatergehabt hast? Er sorgte für uns, und nährte uns, und kleidete uns,und liebte uns; ein Vater hätte nicht mehr thnn können. Ichverstehe nicht, warum er nicht unser Vater war."
„Laß das, liebes Kind, aber wir wollen thnn, wie du gesagthast. Es ist wohl gut, wenn wir hier bleiben und die Archeein wenig weiter fahren lassen. Setze du das Canoe in