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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
469
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»nd diesen Gefühlen, sehe ich, muß ich mich jetzt unterwerfen. Ihrhabt keinen Vater und keine Mutter mehr, Judith, und es ist mora-lisch unmöglich, das; Ihr und Hetty hier allein leben solltet, selbstwenn es Friede und die Irokese» ruhig wären; aber wie die Sachenjetzt stehen, wurdet Ihr nicht mir Hungers sterben, sondern auchBeide, vor Ablauf einer Woche, Gefangene oder skalpirt sein. Esist Zeit, an einen Wechsel und an einen Ehemann zu denken, undwenn Ihr mich nehmen wollt, so soll alles Vergangene vergessensein, und das ist Alles, was ich zu sagen habe."

Judith hatte Muhe, ihre Ungeduld zu zügeln, bis diese roheErklärnng nebst Antrag gemacht war, welche zu hören sichtlich ihrWunsch gewesen, und die sie jetzt wirklich mit einer Bereitwilligkeitanhörte, die wohl einige Hoffnung erregen konnte. Sie ließ denjungen Mann kaum zum Schluß kommen, so begierig war sie, ihnauf den Hauptpunkt zu bringen, und so gefaßt mit ihrer Antwort.

So, Hurr», das ist genug," sagte sie, eine Hand erhebend,wie um ihm Einhalt zu thnn.Ich verstehe Euch so gut, alssprächet Ihr noch einen Monat fort. Ihr gebt mir den Vorzugvor andern Mädchen, und wünscht, daß ich Eure Frau würde."

Ihr faßt es in bessere Worte, als ich es vermag, Judith,und ich wünschte, Ihr dächtet, ich habe cs in solchen Worten aus-gedrückt, wie Ihr sie am liebsten hört."

Sie sind einfach genug, Hnrry, und cs ist auch angemessen,daß sie das sind. Es ist jetzt nicht am Orte zu tändeln oder zutäuschen. Hört denn meine Antwort, die in jedem Welchen soaufrichtig sein soll, wie Euer Antrag. Es ist ein Grund, March,warum ich nie würde"

Ich glaube, ich verstehe Euch, Judith; aber wenn ich bereitbin, diesen Grund zu übersehen, so geht das Niemand etwas an,als mich. Nun, lodert nur nicht so auf, wie der Himmel beimSonnenuntergang; ich will ja nichts Beleidigendes sagen, und Ihrsolltet es nicht so nehmen."