Druckschrift 
12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
468
Einzelbild herunterladen
 

468

bestimmten jungen Weibe, so ist es vernünftig, anzunehmcn, das;er viel ans sic hält."

Wahr wahr, Hnrry das Alles habt Ihr mir oft undviel gesagt."

Nun, wenn es angenehm ist, so sollte ich meinen, ein Weibkönne cs nicht zu oft hören. Alle sagen mir, das sei die Art EuresGeschlechtes Nichts gefalle Euch mehr, als wenn man Euch hundertund aber hundert Mal wiederhole, daß man Ench gern habeausgenommen das, daß man Ench von Eurer Schönheit spreche."

Ohne Zweifel wir haben Beides gern in den meistenFällen; aber das ist ein ungewöhnlicher Zeitpunkt, Hnrry, undeitle Worte sollten nicht allzu frei gebraucht werden. Ich möchteEuch lieber ganz einfach reden hören."

Ihr sollt Euer» Willen haben, Judith, und ich vermnthehalb, Ihr werdet ihn immer haben. Ich Hab' Euch oft gesagt,daß ich Euch nicht nur lieber habe, als irgend ein junges Weibauf Erden, oder eigentlich lieber als alle jungen Weiber ans derWelt; aber Ihr mußt bemerkt haben, Judith, das; ich Ench niemit offenen Worten aufgefordert habe, mich zn hcirathcn."

Ich habe Beides bemerkt," versetzte das Mädchen, und einLächeln schwebte um ihren schönen Mund, trotz der seltsamen undderben Zutäppischkcit Hurry's, die ihre Wangen flammen machte,und ihre Augen mit einem beinahe blendenden Glanz entzündete,ich habe Beides bemerkt, und habe das Letztere auffallend ge-funden an einem Mann von Harry Marchs Entschlossenheit undFurchtlosigkeit."

Das hat seinen Grund gehabt, Mädchen, und einen, der michnoch jetzt unruhig macht, nein, werdet mir nicht so roth, undseht nicht drein wie Feuer und Flammen, denn da gibt es freilichGedanken, die einem Mann lang im Kopf stecken können, wie esWorte gibt, die ihm in der Kehle stecke» bleiben aber danngibt es auch Gefühle, welche die Oberhand gewinnen über sie alle,