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wieder erholen können, denn der Mefferstoß war es, der tödtlichfür ihn wurde.
Es gibt Augenblicke des lebhaften Bewußtseins, wo die strengeGerechtigkeit Gottes in so auffallenden Farben vor Einen hintritt,daß sie aller Bestrebungen spottet, sie dem Auge zu verschleiern, wieunangenehm sie auch das Gemnth berühren, wie beflissen man auchsein mag, ihrer Anerkennung ansznweichen. Sv war es jetzt bei Ju-dith und Hetty, welche beide den Rathschluß einer vergeltenden Vor-sehung in der Art des Leidens ihres Vaters erblickten, als Strafe fürdie von ihm kürzlich gegen die Irokese» gemachten Anschläge. Dießerkannte und fühlte Judith mit der scharfen Empfindung und Er-kenntnis;, die ihrem Charakter gemäß war; während der auf das ein-fältigere Gemüth ihrer Schwester gemachte Eindruck vielleicht weni-ger lebhaft war, obwohl er sich vielleicht als nachhaltiger answies.
„Oh! Judith!" rief das schwachsinnige Mädchen, sobald siedem Leidenden ihre erste Sorgfalt gewidmet hatte; „Vater gingselbst auf Skalpe aus, und wo ist jetzt der seinige? die Bibelhätte wohl diese fürchterliche Strafe Vorhersagen können!"
„Still — Hetty — still, arme Schwester — er öffnet dieAugen; er hört und versteht dich vielleicht. Es ist, wie du sagstund denkst; aber es ist zu schrecklich, davon zu sprechen."
„Wasser!" stammelte Hutter wie mit verzweifelter Anstrengung,die seine Stimme fürchterlich tief und stark machte für einen sicht-lich dem Tode so Nahen — „Wasser — närrische Mädchen —wollt ihr mich Durstes sterben lassen?"
Wasser ward gebracht und dem Leidenden gereicht — das erste,das er in Stunden körperlicher Schmerzen und Pein gekostethatte. Es hatte die doppelte Wirkung, seine Kehle rein zu ma-chen und für einen Augenblick seine erlöschende Kraft wieder zubeleben. Seine Angen öffneten sich mit jenem ängstlichen, ver-zerrten Blick, der oft das Scheiden einer vom Tod überraschtenSeele begleitet, und er schien sprechen zu wollen.