hätte ein Leid zngefügt werden können. Endlich hatte die einePartei den Verdruß, und die andere die Freude, die Fähre gänz-lich von den Pfeilern loskommen zu sehen, worauf sie sogleichmit einer wesentlich beschleunigten Bewegung gegen Norden weiterrückte.
Jetzt erst erfuhr Chingachgvok von Hist die kritische LageHnrry's. Hätte einer von Beiden sich auf dem Spiegel der Fäbreblicken lassen und ausgefetzt — so wäre dieß sicherer Tod gewesen,aber zum Glück reichte die Schote, woran der Mann sich fcsthielt,vorwärts bis an den Fuß des Segels. Der Delaware fand Mittel,sie von dem hintern Pflock loszumachen, und Hist, die schon zudiesem Behnfe vorangecilt war, begann sogleich das Tan einzu-ziehen. In diesem Augenblick trieb Hurry etwa fünfzig bis sech-zig Fuß hinter dem Spiegel der Fähre her, nur das Gesicht überdem Wasser. Als er hinter dem Kastell und den Pfeilern hervor-gezogen ward, wurden erst die Hnronen seiner ansichtig, die einhäßliches, gellendes Geschrei erhoben, und ein Feuer auf dieschwimmende Masse, wie man wohl sagen darf, eröffneten. Indiesem Augenblick begann auch Hist das Tan vorn anznziehen —ein Umstand, der wahrscheinlich Hnrry das Leben rettete, verbun-den mit seiner eigenen Fassung und Gränzmanns-Besonnenheit.Die erste Kugel schlug in's Wasser, gerade an der Stelle, wo diebreite Brust des jungen Riesen durch das reine Element hindurchsichtbar war, und hätte ihm vielleicht das Herz durchbohrt, wäreder Winkel, in dem sie abgefenert worden, weniger scharf gewesen.Aber, statt in den See hinabzndringen, prallte sie von seiner glattenFläche ab, und begrub sich in der That in den Blöcken der Kajüte,nahe an dem Platze, wo sich vor einer Minute Chingachgvok ge-zeigt hatte, als er das Tan von dem Pflocke losmachtc. Einezweite, dritte und vierte Kugel folgten, aber allen leistete dieFläche des Wassers denselben Widerstand, obwohl Hnrry deutlichdie heftigen Erschütterungen spürte, die sie, so unmittelbar über