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von der Stelle zu bringen. Aber dennoch hatte dieser Versuchhingereicht, ihn gegen sich selbst mißtrauisch zu machen, und er sahwohl, in welche kritische Lage er und Hist jetzt verseht waren, fallsdie Huroneu das Canoe, das noch unter der Fallthüre lag, nahmenund sich gegen sie wandten. In einem Augenblick dachte er daran,Hist in das in seinem Besitz befindliche Canoe zu setzen, und sichnach de» östlichen Bergen zu wenden, in der Hoffnung, durch rascheFlucht die delawarischen Dörfer zu gewinnen. Aber manche Be-trachtungen drängten sich ans, um diesen unbesonnenen Schritt zuHintertreiben. Es war beinahe gewiß, daß Kundschafter den Seeauf beiden Seiten bewachten, und kein Canoe so leicht der Küstesich näher» konnte, ohne von den Hügeln ans gesehen zu werden.Dann war eine Fährte vor einem indianischen Auge nicht zu ver-hehlen, und die Kraft Hists war einer Flucht nicht gewachsen, dieso rasch und unausgesetzt ansgeführt werden mußte, um der Ver-folgung geübter Krieger zu enteilen. Es war dieß eine GegendAmerika's, wo die Indianer den Gebrauch von Pferden noch nichtkannten, und Alles hing von der physischen Kraft der Flüchtigenab. Die letzte, aber nicht die geringste Rücksicht war der Gedankean Wildtödters Lage; ein Freund durfte in seiner Noth nicht soverlassen werden.
Hist dachte und folgerte in einigen Punkten, ja sie fühlte auchanders, obwohl sie zu demselben Schluß gelangte. Ihre eigeneGefahr beunruhigte sie weniger, als ihre Sorge um die zweiSchwestern, für welche ihre weibliche Sympathie jetzt auf's Leb-hafteste sich betheiligte. Das Canoe der Mädchen hatte sich, bisder Kampf zu Ende war, dem Kastell ans dreihundert Schrittegenähert, und jetzt hörte Judith auf zu rudern, da die Anzeichendes Kampfes erst hier dem Auge sichtbar wurden. Sie und Hettystanden aufrecht da, ängstlich bemüht zu erkunden, was vorge-fallen, aber außer Stand, sich Gewißheit zu verschaffen, weil dasGebäude großentheils den Kampfplatz verdeckte.