429
Kämpfende» so viele Stellungen und Verrenkungen annahmcn, daßsie jeder Beobachtung spotteten. Dies; wirre aber müthendeHandgemenge dauerte jedoch nicht ganz eine Minute, worauf Hurryrasend, daß seine Stärke durch die Gewandtheit und Nacktheitseines Feindes in ihrem Erfolg getäuscht wurde, eine verzweifelteAnstrengung machte, welche den Huroncu ihm vom Leibe schaffte,und ihn heftig gegen die Blöcke der Hütte schleuderte. Die Er-chüttcrung war so groß, daß sic für einen Augenblick den Letz-ter» betäubte. Auch der Schmerz erpreßte ihm ei» tiefes Aechzen— ein Zoll, vvn Qual und Angst abgerungen, der in der Hitzedes Kampfes einem rotheu Mann nicht selten entfährt. Dennochstürzte er sich auf's Neue seinem Feind entgegen, wohl wissend,daß seine Rettung von seiner Entschlossenheit abhauge. Jetzt packteHurry de» Andern um den Leib, hob ihn frei über die Platformempor, und fiel mit seiner gewaltige» Wucht auf den unter ihmLiegenden. Diese weitere heftige Bedrängniß betäubte den armenIndianer so, daß sein gigantischer weißer Gegner ihn jetzt ganzund gar in seiner Hand hatte. Er legte die Hände um die Kehleseines Opfers, und preßte sic zusammen mit der Gewalt einerSchraube, wobei er den Kopf des Huroncu an dem Rand derPlatform ordentlich umbog, bis bei der höllischen Stärke, die eranweudete, das Kinn zuoberst war. Ein Augenblick schon zeigtedie Folgen. Die Augen des Mißhandelten schienen herauszutreten,seine Zunge reckte sich heraus, und seine Nüstern dehnten sich fastzum Zerspringen. In diesem Augenblick ward ein Strick von Bast,mit einem Auge versehen, geschickt über die beiden Arme Hurry'sgeworfen; das Ende ward durch das Auge geschoben, so daß eineSchlinge entstand, und jetzt wurden ihm die Ellbogen auf demRücken zusammcngezogcn mit einer Gewalt, der selbst seine gigan-tische Stärke nicht widerstehen konnte. Mit Widerstreben, selbstunter diesen Umständen noch, sah der erbitterte Gränzmann seineHände zurnckgeriffen von ihrer tödtlichen Umspannung, denn alle