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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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diesen jedoch war nicht mir der Größte und Stärkste unter denHnronen, sondern auch der Erfahrenste unter den anwesendenKriegern, und Derjenige, dessen Sehnen in Kämpfen und durchMärsche ans dem Kriegspfad am meisten gestählt waren. DieserMann hatte die riesenhafte Stärke seines Gegners wohl gewür-digt, und hatte seine Kraft sorgsam gespart. Er war auch auf'sBeste gerüstet für einen solchen Kampf, denn er stand da nur inBeinkleidern, das Modell einer schönen, nackten Statue der Ge-wandtheit und Stärke. Ihn zu packen erforderte außerordentlicheBehendigkeit und »»gewöhnliche Stärke, dennoch bedachte sichHnrr» nicht, und sobald er jenen Stoß verseht, der in der Thateinem Mitmenschen das Leben kostete, band er auch mit diesemfurchtbaren Feind an, und suchte auch ihn in's Wasser zu drän-gen. Der nun folgende Kampf war in der That gräßlich. Sowild wurde er im Augenblick, und so rasch und wechselnd warendie Bewegungen der Athleten, daß dem noch übrigen Wilden,hätte er auch den Wunsch gehabt, keine Möglichkeit blieb, sicheinznmischen, sondern er von Staunen und Furcht wie gefesseltdastand. Er war ein unerfahrener Jüngling, und das Blut ge-rann ihm, als er Zeuge ward von dem häßlichen Kampf mensch-licher Leidenschaften, der sich dazu noch in ungewohnter Gestaltdarstellte.

Hnrry versuchte zuerst seinen Gegner zu werfen. In dieserAbsicht packte er ihn an der Kehle und einem Arm, und suchteihm mit der Gewandtheit und Stärke eines amerikanischen Gränz-mannes ein Bein zu stellen. Dieß ward vereitelt durch die behendenBewegungen des Hnronen, der Hnrry bei den Kleidern packenkonnte, und dessen Füße jenem Versuch answiche» mit einer Ge-schwindigkeit, gleich der des Angreifers selbst. Dann folgte eineArt mölöe, wenn man einen solchen Ansdruck gebrauchen darf voneinem Kampf zwischen Zweien, in welchem keine Anstrengungeneinzeln zu unterscheiden waren, und die Glieder und Leiber der