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schritt. Hatte der Feind wirklich von dem Gebäude Besitz genom-men, so mußte er sich gleichsam unter die Mündungen ihrer Büch-sen hin wagen, und das ohne den Schutz aller jener Decknngs-mittel,die im indianischen Kriege so wesentliche Bundesgenossen sind.Man kann sich kanm einen gefährlichere» Dienst denken; und wäreSchlange durch die Erfahrung von zehn weiteren Jahren gekräftigt,oder wäre sein Freund, der Wildtödter, da gewesen, so wäre derVersuch unterblieben, da die Vortheile in keiner Weise die Gefahraufwogen. Aber der Stolz eines indianischen Häuptlings war ge-spornt durch den Wetteifer der Farbe, und es ist nicht unwahr-scheinlich, daß gerade die Gegenwart des Wesens, von welchemauch nur einen Blick anznnehmen, seine Ideen von Mannhaftigkeitihm verwehrten, so sehr er von der Liebe, die sie so wohl verdiente,überfloß, einen nicht geringen Einfluß auf seinen Entschluß übte.
Chingachgook ruderte stetig auf die Pallisaden zu, und hieltein wachsames Auge auf die verschiedenen Oeffnungen und Löcherdes Gebäudes. Jeden Augenblick erwartete er die Mündung einerBüchse herausgesteckt zu sehen, oder ihren scharfen Knall zu hören;aber er erreichte glücklich und ungefährdet die Pfeiler. Hier warer gewissermaßen geschützt, da er die Spitzen der Pallisaden zwi-schen sich und der Hütte hatte; und die Gefahren eines Angriffsgegen sein Leben waren, so lang er so geschützt war, sehr vermin-dert. Das Canoe hatte die Pfeiler erreicht, sein Vordertheil nachNorden gerichtet und in geringer Entfernung von dem Mokasin.Statt zu wenden, um diesen anfzngreifen, umfuhr der Delawarelängs«;» das ganze Gebäude, und untersuchte mit gutem Bedachtjeden Gegenstand, der die Anwesenheit von Feinden oder die Ver-übung einer Gewaltthätigkeit vcrrathcn konnte. Keine Spur jedochwar zn entdecken, welche den rcgegewordenen Verdacht hätte be-kräftigen können. Die Stille der Verlassenheit durchwehte dasHaus; kein Riegel war von seiner Stelle gerückt; kein Fenster warzerbrochen. Die Thüre sah so fest und verschlossen aus, wie zu