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kalt wird. Es ist am Ende doch nichts als eine kleine Wildhaut,und so oder so geschnitten, ist es keine Vogelscheuche, welche rechteJäger abschreckcn sollte, ihr Wild zu verfolgen. Was sagt Ihr,Schlange, wollt Ihr oder soll ich mit dem Canoe ihn holen?"
„Laßt rothen Mann gehen. Bessere Augen als Bleichgesicht— auch Hnronenschliche besser kennen."
„Dem widersprech' ich bis an meine Todesstunde! Eines weißenMannes Augen und eines weißen Mannes Nase, ja auch seinGesicht und seine Ohren sind alle besser als die eines Indianers,wenn man's recht prüft. Oft und viel habe ich das erprobt, undwas erprobt ist, ist gewiß. Doch glaube ich, der ärmlichste Va-gabund, der ans Füßen steht, Delaware oder Hnrone, findet wohlden Weg zu jener Hütte und zurück; und so, Schlange, gebrauchtdenn Euer Ruder und willkommen!"
Chingachgook war schon im Canoe und tauchte seine Rnder-schanfel in's Wasser, eben als Hnrry's geschmeidige Zunge schwieg.Wah-ta!-Wah sah dem Abgang ihres Kriegers diesmal mit demunterwürfigen Schweigen eines indianischen Mädchens, aber mitden gewöhnlichen Besorgnissen und Ahnungen ihres Geschlechts zu.Während der ganzen vorigen Nacht, und bis zu dem Augenblick,wo sie mit einander in der Kajüte das Fernglas handhabten, hatteChingachgook so viel männliche Zärtlichkeit gegen seine Verlobtebewiesen, als mir immer ein Mann vom feinsten Gefühl unterdenselben Verhältnissen hätte zeigen können; aber jetzt verlor sichjede Spur von Schwäche und Weichheit, und sein ganzes Beneh-men zeigte nur trotzige Entschlossenheit. Schüchtern suchte HistsAuge das seinige, als das Canoe von der Arche abstieß, aber derStolz des Kriegers gestattete ihm nicht, ihren zärtlichen undängstlichen Blick zu erwicdern. Das Canoe flog dahin, und keinhernbergesandter Blick belohnte ihre Bekümmerniß.
Der Ernst und die Sorge des Delawarcn waren auch ganz amPlatze bei den Aussichten, unter welchen er zu seinem Unternehmen