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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Küste vor Anker lag, als nur irgend die Rücksicht ans Sicherheitrüthlich machte. Judith mar erfahren in der Handhabung einesRindencanoe's, dessen Leichtigkeit mehr Geschicklichkeit als Krafterheischte; und sie trieb ihr kleines Fahrzeug rasch über das Wasserhin, sobald sie ihre Unterredung mit Hetty beendigt und den Ent-schluß znrückznkehren, gefaßt hatte. Aber noch immer mar keineArche zu sehen. Einige Male glaubten die Schwestern, sie zuerblicken, hervorragend in der Finsterniß, wie ein niederer, schwar-zer Fels; aber jedesmal fand sich, daß cs entweder eine optischeTäuschung, oder ein Auswuchs von Laubwerk an der Küste ge-wesen war. Nach einem halbstündigen Suche» drängte sich denMädchen die unwillkommene Ueberzengnng ans, daß die Arche sichentfernt habe.

Die meisten Mädchen hätten wohl die peinliche Verlegenheitihrer Lage im physischen Sinne unter den Umständen, in welchensich die verlassenen Schwestern befanden, eher empfunden, als irgendsonstige Besorgnisse. Bei Judith verhielt sich dies; nicht so,; undselbst Hetty empfand mehr Unruhe wegen der Beweggründe, dieihren Vater und Hnrry möchten geleitet haben, als Besorgnissewegen ihrer Sicherheit.

Es kann doch nicht sein, Hetty," sagte Judith, als die ge-naueste Nachsnchnng Beide überzeugt hatte, daß keine Arche zufinden war;cs kann doch nicht sein, daß Indianer ans Flößenoder gar ohne solche hcrangeschwommen sind, und unsere Freundeim Schlaf überrascht haben?"

Ich glaube nicht, daß Hist und Chingachgook schlafen würde»,ehe sie einander Alles gesagt, was sie sich nach einer so lange»Trennung zu sage» hatten glaubst du es, Schwester?"

Vielleicht nicht, Kind. Vielerlei konnte sie wach halten, aberEin Indianer mochte überrascht werden, selbst wenn er nicht schlief,zumal da seine Gedanken bei andern Dingen verweilt haben mögen.Doch aber sollten wir ein Geräusch hören; denn in einer Nacht,