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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Gefangenen an, und entfernte sich dann langsam, Trauer undBetrübnis; in ihrem Wesen.

Das Mädchen nahm sich nicht die Mühe, ihre Bewegungenzn verhehlen. Alle schlauen Ansknnftsmittel dieser Art gingengänzlich über ihr Vermögen; doch war ihr Schritt von Naturleicht und kaum hörbar. Wie sie die Richtung nach der äußerstenLandspitze, oder nach dem Platz cinschlng, wo sie bei ihrem erstenAbenteuer gelandet, und wo Hist sich eingcschifft hatte, sah dieSchildwache ihre leichte Gestalt allmählig im Dunkel verschwin-den, ohne darüber unruhig zn werden oder ihre Stellung zu än-dern. Der Indianer wußte, daß Andere ans Wache ausgestelltWaren, und glaubte niclit, daß Diejenige, die zweimal freiwilligin s Lager gekommen war, und cs schon ganz offen verlassen hatte,sich durch die Flucht ihnen werde zn entziehen suchen. Kurz, dasThun und Treiben des Mädchens erregte nicht mehr Aufmerksam-keit, als das irgend einer geistesschwachen Person in civilisirtenLändern erregen würde, während man ihrer Person mit weit mehrAchtung und Rücksicht begegnete.

Hetty hatte freilicb keine sehr deutliche Vorstellung von denLokalitäten, aber doch fand sie den Weg zum Strande, den sie ansderselben Seite des Vorsprungs erreichte, wo auch das Lager anf-geschlagen war. Dem Rand des Wassers folgend, und die Rich-tung nach Norden einschlagend, stieß sie bald ans den Indianer,der als Schildwache am Strand ans und ab schritt. Es war dießein junger Krieger, und als er ihren leichten Tritt ans dem Kies-grnnde hörte, näherte er sich rasch, obwohl keineswegs in drohen-der Weise. Die Finsternis; war so dicht, daß es nicht leicht war,innerhalb der Schatten des Waldes ans eine Entfernung vonzwanzig Fuß Gestalten zn entdecken, und beinahe unmöglich, Per-sonen zu unterscheiden, als bis man sie beinahe greifen konnte.Der junge Hnrone ließ einigen Verdruß blicken, als er merkte,wem er begegnete, denn die Wahrheit zn gestehen, erwartete er