Druckschrift 
12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
384
Einzelbild herunterladen
 

Indianer, nnd die Vorsehnng allein weiß, was der Ansgang seinwird! Hört, Hetty" nnd er ließ die Stimme sinken nnd sprachnoch heimlicher nnd noch mehr im Vertrauen,Ihr seid einwenig schwachsinnig, mnsi man gestehen, aber Ihr versteht Enchein wenig ans Indianer. Hier bin ich in ihren Händen, nachdemich einen ihrer mnthigsten Krieger getödtet, nnd sie haben versucht,mich durch Furcht vor den Folgen ihrer Rache zu bearbeiten,Enern Vater nnd Alle in der Arche zu verrathen. Ich verstehedie Spitzbuben so gut, als wenn sie Alles geradezu mit ihrenZungen heransgesagt hätten. Sie halten mir die Lockungen derHabgier ans der einen nnd Furcht ans der andern Seite vor, nndglauben, die Ehrlichkeit werde zwischen beiden zu Fall kommen.Aber thnt Eurem Vater nnd Hnrry zu wissen, das; es vergeblichist, Schlange weis; es schon."

Aber was soll ich Judith sagen? Sie wird mich gewis;wieder zurückschickcn, wenn ich ihr Gcmüth nicht beruhige."

Nun, sagt Judith dasselbe. Ohne Zweifel werden die Wildenihre Martern versuchen, »m mich zur Schwäche zu bringen undden Verlust ihres Kriegers zu rächen, aber ich muß mich gegennatürliche Schwäche zu behaupten suchen, so gut ich immer kann.Ihr könnt Judith sagen, sie solle sich um mich keinen Kummermachen cs wird hart kommen, das weis; ich, sintemalen einesweißen Mannes Gaben nicht dahin gehen, unter Martern zu prahlenund zu singe», denn er empfindet in der Regel am wenigsten, wenner am ärgsten leidet aber Ihr mögt ihr sagen, sie solle sichkeinen Kummer machen. Ich denke, ich werde es schon zu ertragenwissen; und sie darf sich darauf verlassen, mag ich auch noch sosehr den Gleichmnth verlieren, nnd ganz nnd gar bewähren, das;ich weiß bin, durch Wimmern und Stöhnen »nd selbst durch Thrä-nen, doch werde ich nie so weit kommen, daß ich meine Freundeverrathc. Wenn es daran geht, daß man mit glühenden LadstöckenLöcher in's Fleisch brennt, und den Körper zerhackt, und das Haar