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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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daß die Gewölbe des Waldes erleuchtet, und der ganze vomLager eingenommene Platz so licht wurde, wie wenn Hundertevon Kerzen angeznndct gewesen wären; die meiste Arbeit hatteaufgehört, und selbst das hungrigste Kind hatte seinen Appetitgestillt. Mit einem Wort, es war gerade der Augenblick der Ab-spannung und allgemeiner, träger Erschlaffung, wie er gern aufeine herzhafte Mahlzeit folgt, wenn die Mühen des Tages zu Endefind. Die Jäger und die Fischer waren gleich glücklich gewesen;und da Lebensmittel, dieß eine große Bedürfnis; des Wildcnlebcns,im Nebenfluß vorhanden waren, schien jede andere Sorge unter-gcgangen in der Empfindung der von diesem hochwichtigen Um-stand abhängenden Zufriedenheit.

Wildtödter sah auf den ersten Blick, daß viele von de» Krie-gern abwesend waren. Sein Bekannter, Rivcnoak, jedoch waranwesend, und saß im Vorgrnnd eines Gemäldes, das ein Sal-vator Rosa mit Lust gemalt haben würde, seine dunkeln Zügeebenso von Freude erhellt, wie von der fackelgleichen Flamme,während er einem Andern von dem Stamm einen der Stephan-ien zeigte, die unter seinem Volke so großes Aufsehen gemachthatte». Ein Knabe schaute in dummer Neugier über seine Schul-ter herein, die Gruppe zu vervollständigen. Mehr im Hinter-grund lagen acht bis zehn Krieger halb ansgestreckt auf dem Bo-den, oder saßen da, den Rücken an die Bäume gelehnt, ebensoviele Bilder träger Ruhe. Alle hatten ihre Waffen ganz in derNähe; zum Theil lehnten sie an denselben Bäumen wie ihre Be-sitzer, oder lagen sie in nächlässtger Bereitschaft über ihren Leibern.Die Gruppe aber, welche Wildtödters Aufmerksamkeit am meistenanzog, war die ans den Weibern und Kindern bestehende. AlleWeiber schienen sich zusammen gemacht zu haben, und als eineArt Nothwendigkeit waren ihre Kinder um sie her. Jene lachtenund plauderten in ihrer gedämpften, ruhigen Weise, obwohl Einer,der die Sitten des Volks kannte, wohl gemerkt haben würde, daß