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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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haben, daß er, unbewandert in der Gelehrsamkeit der Welt, undeinfach wie er sich immer zeigte in allen Dingen, welche die Fein-heit des conventionellen Geschmacks betrafen, doch ein Mann ronstarkem natürlichem und poetischem Gefühl war. Er liebte dieWälder um ihrer Frische, ihrer erhabenen Einsamkeit, ihrer Rie-senhaftigkeit und des Stempels willen, den sie überall an sichtrugen pon der göttlichen Hand ihres Schöpfers. Er durchwan-derte sie selten, ohne stillstehend zu verweilen bei irgend einereigenthümlichen Schönheit, die ihm Freude machte, obschon erselten den Gründen dieser Freude nachzuspüren suchte; und nieverging ein Tag, ohne daß er im Geist verkehrte und das dazuohne die Hilfe von Formen und Sprache mit dem unendliche»Urquell von Allem, was er sah, fühlte und anschaute. Bei diesergeistigen und moralischen Organisation, und bei einer Kaltblütig-keit, welche keine Gefahr aus der Fassung bringen, kein kritischerAugenblick stören konnte, darf man sich nicht wundern, daß derJäger jetzt einen Genuß empfand, die vor ihm liegende Scene zubeschauen, worüber er für den Augenblick den Zweck seines Be-suchs vergaß. Diese wird man noch erklärlicher finden, wen» wirdie Scene beschreiben.

Das Cauoe lag gerade vor einer natürlichen Aussicht nichtblos durch die das Ufer einfassenden Büsche, sondern auch durchdie Bäume, welche eine volle Ansicht des Lagers gestattete. Mit-telst eben dieser Oeffnnug hatte man von der Arche aus zuerstdas Licht gesehen. In Folge ihrer ganz neuerlichen Lagerverän-derung hatten sich die Indianer noch nicht in ihre Hütten zu-rückgezogen, sondern sich bei ihren Vorbereitungen, Wohnung undNahrung zugleich betreffend, verspätet. Ein großes Feuer warausgemacht worden, sowohl um den Dienst von Fackeln zu leisten,als auch zum Behuf ihres einfachen Kochens; und gerade in diesemAugenblick loderte es hell und lustig auf, da es neuerdings einetüchtige Zulage von dürrem Reisig erhalten. Die Wirkung war,