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„Ich furchte — ich glaube, Ihr habt recht, Wildtödter, unddoch wünsche ich, Ihr ginget nicht! Versprecht mir wenigstensEines, und das ist: Euch nicht unter die Wilden zu wagen, undnicht mehr zu thun, als das Mädchen zu retten! Das wird füreinmal genug sei», und damit solltet Ihr Euch zufrieden geben."
„Gott tröste Euch, Mädchen; man sollte glauben, es sei Hetty,die so spreche, und nicht die raschbesonnene, wunderbare JudithHutter! Aber Furcht macht die Weisen einfältig, und die Starkenschwach. Ja, davon Hab' ich vft und viel Beweise gesehen! Nun,es ist gütig und sanftherzig von Euch, Judith, solche Theilnahmezu fühlen für ein Mitgeschvpf, und ich werde es immer sagen,daß Ihr wohlwollend und von treuem Gefühl seid, mögen Die,die Euer schönes Aussehen beneiden, so viel müssige Mährchcnvon Euch erzählen, als sie Lust haben."
„Wildtödter!" unterbrach ihn das Mädchen hastig, aber bei-nahe erstickt von ihrer heftigen Gemüthsbewcgnng; „glaubt IhrAlles, was Ihr von einem armen, mutterlosen Mädchen hört? Solldie schändliche Zunge Harry Hnrry's mein Leben vergiften?"
„Nicht so, Judith, nicht so. Ich habe Hnrry gesagt, es seinickt mannhaft, Diejenigen hinterrücks zu beißen, die er nicht durchoffene Mittel gewinnen könne, und daß selbst ein Indianer immerrücksichtlich ist in Bezug auf den guten Namen eines jungen Weibes."
„Wenn ich einen Bruder hätte, sollte er sich nicht erfrechen,cs zu thnn!" rief Judith mit fenersprühenden Augen. „Aber daer mich ohne einen Beschützer findet, außer einem alten Mann,dessen Ohren eben so stumpf zu werden anfangen als seine Gefühle,steht ihm allerdings frei zu thnn, was ihm beliebt."
„Nickst so ganz, Judith; nein, das doch nicht so ganz! KeinMann, Bruder oder Fremder würde ruhig dabei stehen und zusehen,wie ein so schönes Mädchen wie Ihr verunglimpft und herabgeriffenwürde, ohne ein Wort zu ihren Gunsten zu sagen. Es ist Hnrryernst mit dem Wunsch, Euch zu seinem Weibe zu bekommen, und