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hingesetzt haben als eine Locktaube, um uns zu fangen, oder siesortgeschleppt und versteckt, um sich gefaßt zu machen auf einenHurouen, statt eines Mohikan, zum Gatten."
„Wildtödter," unterbrach ihn das Mädchen ernst; „das ist einsehr gefährlicher Dienst; warum befaßt Ihr Euch überhaupt damit?"
„Ha! Nun, Ihr wißt ja, Mädchen, wir wollen Hist, derSchlange Verlobte abholen, das Mädchen, das er zu heiratheugedenkt, sobald wir zu dem Stamm zurückkommen."
„Das ist Alles recht für den Indianer — aber Ihr gedenktnicht Hist zu heirathen — Ihr seid nicht verlobt, und warumsollen Zwei ihr Leben und ihre Freiheit aufs Spiel setzen, umzu thuu, was Einer ebensogut vollbringen kann?"
„Ha! — jetzt verstehe ich Euch, Judith — ja, jetzt fang' ichan, Eure Idee zu fassen. Ihr denkt, da Hist Chiugachgooks Ver-lobte sei, wie sie es nennen, und nicht die meinige, so sei es ganzund gar seine Sache; und da Ein Mann ein Cauoe rudernkönne, so sollte man ihn allein nach dem Mädchen ausziehen lassen.Aber Ihr vergeßt, das ist unser Vorhaben hier, am See, und esnähme sich schlimm aus, ein Vorhaben zu vergessen, gerade wenndas Mißlichste kommt. Dann, wenn die Liebe bei manchen Leuten,besonders bei jungen Weibern, so viel gilt und erklärt, so gilt beimanchen Andern auch die Freundschaft etwas. Ich glaube wohl,der Delaware kann allein ein Canoe rudern und allein Hist abho-len, und vielleicht wäre er es ebenso zufrieden, als wenn ichihn begleite; aber er könnte allein nicht ebenso List mit List be-gegnen, oder einen Hinterhalt aufstöbern, oder mit den Wilde»kämpfen, und zugleich sein Liebchen davon führen, als wenn ereinen Freund bei sich hat, auf den er sich verlassen kann, wennauch dieser Freund kein besserer ist als ich. Nein — »ein —Judith, Ihr würdet nimmermehr in einem solchen AugenblickJemand verlassen, der auf Euch gezählt hätte, und Ihr könnt esbilligermaßen auch von mir nicht erwarten."