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den Schwestern sich ihm genähert hatte; aber bald erkannte erdie metallreiche, lebhafte Stimme der älteren, als sie ihren Ge-fühlen in Worten Luft machte.
„Das ist ein schreckliches Leben für Frauen, Wildtödtcr!"rief sie ans. „Wollte Gott, ich sähe ein Ende davon ab!"
„Das Leben ist gut genug, Judith," war die Antwort, „esist eben so ziemlich, je nachdem man es gebraucht oder mißbraucht.Was wünschtet Ihr Euch denn dafür?"
„Ich würde tausendmal glücklicher sein, wenn ich näher beicivilisirten Menschen lebte, — wo Pachthöfe und Häuser, und, will'sGott, von Christenhänden gebaute Häuser sind; und wo mein Schlafbei Nacht süß und ruhig wäre! Eine Wohnung in der Nähe derForts wäre weit besser, als der traurige Ort, wo wir leben!"
„Nein, Judith, ich kann nicht allznleicht die Wahrheit vonall' Diesem zngcben. Wenn Forts gut sind, Feinde abzuhaltcn, soenthalten sie dafür oft selbst Feinde. Ich glaube nicht, daß eszu Eurem oder Hetty's Besten wäre, in der Nähe von einem zuwohnen; und wenn ich sagen soll, was ich denke, so fürchte ich,Ihr seid so schon zu nahe dabei." Wildtvdter fuhr fort in derihm eigenen gefaßten, ernsten, gleichmüthigen Weise, denn dieDunkelheit verbarg ihm die Gluten, welche die Wangen des Mäd-chens mit glänzendem Purpur überzogen hatten, während ihre eigeneheftige Anstrengung die Töne des gewaltsamen Athmens, das siefast ersticken wollte, unterdrückte. „Was Pachthöfe betrifft, diehaben ihren Nutzen, nnd cs gibt Leute, die gern ihr Lebendarauf zubringen; aber welches Behagen kann ein Mensch voneiner Lichtung hoffen, das er nicht in doppeltem Maas; im Waldefinden kann? Wenn es mit Luft und Raum und Licht etwasknapp zugeht, so liefern das die Windflnchten und die Ströme,oder da sind ja die See'n für Solche, die in dieser Hinsicht stärkereWünsche haben; aber wo findet Ihr Eure Schatten, und lachendenQuellen, und hüpfenden Bache, und ehrwürdigen, tanscndjährigen