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muthigend, daß Alle im Kastell sich erleichtert fühlten, obwohlman die gebührende wachsame Beobachtung aller Bewegungen desFeindes nicht vernachlässigte. Stunde jedock um Stunde verstrich,und die Sonne hatte schon angefangen, sich wieder zu den westlichenHügeln herab zu senken, und noch sah man keine Spur von einemzurückkehrenden Floße. Endlich entdeckte Wildtödter, der die Küstemit dem Fernglas genau musterte, einen Platz in den dunkelndichten Wäldern, wo die Irokesen, wie er unzweifelhaft dafür hielt,in ansehnlicher Zahl versammelt waren. Er war in der Nähe desDickichts, von wo der Floß abgegangen war, und ein kleiner Bach,der in den See rieselte, verkündete die Nähe einer Quelle. Hieralso hielten vermnthlich die Wilden ihre Berathnng und sollte derBeschluß gefaßt werden, der die Frage über Leben und Tod derGefangenen entschied. Ein Grund zur Hoffnung jedoch war vor-handen, trotz der Verzögerung, den Wildtödter nicht ermangelte,seinen ängstlich harrenden Freunden mitzntheilen. Es war weitwahrscheinlicher, daß die Indianer ihre Gefangenen im Lager ge-lassen, als daß sie sich mit ihnen belastet hatten, indem sie siehätten einer Truppe durch die Wälder folgen lassen, die nur aufeinen zeitweiligen Streifzng ans war. Verhielt sich dieß so, dannbedurfte es einer ziemlichen Zeit, um einen Boten nach jenem ent-fernten Ort zu schicken, und die zwei weißen Männer an den Platzzu bringen, wo sie sich einschiffen sollten. Ermnthigt durch dieseGedanken sammelten sie einen neuen Vorrath von Geduld, unddas Hinabgleiten der Sonne ward mit weniger Unruhe betrachtet.
Der Erfolg rechtfertigte Wildtödters Vermnthnng. Nicht lang,ehe die Sonne ganz verschwand, sah man die zwei Stämme ansdem Dickicht wieder Hervorkommen, und als der Floß näher kam,verkündigte Judith, ihr Vater und Hnrry, beide gebunden, lägenaus den Büschen in der Mitte. Wie zuvor ruderten die Indianer.Die Letzteren schienen zu fühlen, daß die späte Tageszeit unge-wöhnliche Kraftanstrengung erfordere, und ganz entgegen der Ge-