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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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nach ein paar Mimiken standen sie Beide ans der Platform, sicheinen Gegenstand in der Arche znr Zielscheibe zn wählen. Judithführte die Neugier auch herbei.

Tretetzurück, Mädchen, tretet ein wenig zurück; diese Waffensind schon lange geladen," sagte Wildtödter,und es könnte beidem Abfcncrn ei» Unfall sich ereignen."

Dann sollt Ihr sie nicht abfenern! Gebt sie beide dem De-lawaren; oder es wäre besser, die Ladung heranszuziehen, statt sieabzufenern."

Das ist gegen den Gebrauch und manche Leute meinen:gegen die Mannhaftigkeit, obgleich ich solche einfältige Lehrennicht annehme. Wir müssen sie abfenern, Judith, ja, wir müssensie abfenern: obgleich ich voranssehe, daß Keiner Ursache habenwird, sich seiner Geschicklichkeit groß zu rühmen."

Judith war im Ganzen ein Mädchen von vielem persönlichenMnth, und ihre Lebensweise machte, daß sie nichts von der Angstfühlte, welche beim Knall von Feuerwaffen leicht ihr Geschlechtüberfällt. Sie hatte manche Büchse abgefenert, und man wußtesogar, daß sie unter Umständen, die den Erfolg begünstigten, einWild erlegt hatte. Sie ergab sich daher, trat ein wenig zurück,neben Wildtödter, und überließ dem Indianer die Fronte derPlatform allein. Chingachgook erhob die Waffe mehrere Male,suchte sie mit Anwendung beider Hände in eine stete Lage zn brin-gen, wechselte seine Stellung, die ihm unbequem schien und nahmeine noch unbequemere an, und endlich drückte er ab, mit einerArt verzweifelter Gleichgültigkeit, ohne in der That irgend einZiel fest in's Auge gefaßt zu haben. Die Folge war, daß er, stattden Knoten z» treffen, der znr Zielscheibe bestimmt worden war,die Arche ganz und gar fehlte, und die Kugel auf dem Wasser da-hintanzte, wie ein mit der Hand geworfener Stein.

Gut gemacht, Schlange gut gemacht!" rief Wildtödter,und lachte in seiner geräuschlosen Munterkeit;Ihr habt den See