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aus Hetty's Angesicht wischend, wie sic denselben Dienst einemKinde wiirde geleistet haben, nnd beugte sich herab, nm sie gele-gentlich mit der Zärtlichkeit einer Schwester an ihr warmes Herzz» drucken; „warum Euch so beunruhigen? Ihr nicht das Buchmachen, wenn es falsch sein, nnd Ihr nicht Bleichgesicht machen,wenn er ruchlos. Es böse rothe Männer geben nnd böse weißeMänner — keine Farbe ganz gut — keine Farbe ganz böse. Häupt-linge das gut genug wissen."
Hetty erholte sich bald von diesem plötzlichen Ausbruch desJammers, nnd dann wendete sich ihr Gemnth wieder mit all'seinem treuherzigen Ernst zu dem Zweck ihres Besuchs. Sie be-merkte, daß die grimmig anssehenden Häuptlinge noch in ernsterAufmerksamkeit um sie her standen, nnd hoffte, ein neuer Versuch,sie vom Rechten z» überzeugen, werde besser gelingen.
„Hört, Hist," sagte sie, ringend ihr Schluchzen zu unterdrückenund vernehmlich zu sprechen; „sagt den Häuptlingen, es frage sichnicht, was die Ruchlosen thnn — Recht ist Recht — die Wortedes Großen Geistes sind die Worte des Großen Geistes — nndNiemand kann ungestraft eine böse Thai thnn, weil ein Anderervor ihm sie gethan hat! ,Vergeltet Böses mit Gutem'!sagt dieß Buch; nnd das ist das Gesetz für die rothen Männerwie für die Weißen."
„Nie hören von solchem Gesetz unter Delawaren oder Iroke-sen," antwortete Hist begütigend. „Nicht gut, den Häuptlingenvon solchem Gesetz sagen. Sagt ihnen Etwas, das sie glauben."
Hist wollte demnngeachtet in ihrem Dolmetschen fortfahrc»,als eine Berührung von dem Finger des ältesten Häuptlings aufihrer Schulter sie anfschanen machte, da bemerkte sie, daß Einervon den Kriegern die Gruppe verlassen hatte, nnd schon mit Hutterund Hnrry wieder znrückkam. Begreifend, daß die beiden Letzter»auch in die Untersuchung hineingezogen werden sollten, verstummtesie, mit dem nie zögernden Gehorsam eines indianischen Weibes.