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„Hnrry will mich nickt heirathen — Niemand wird mich jeheirathen wvllen, Hist."
„Wie Ihr das wissen können? Vielleicht Jedermann Ench hei-rathcn wollen, nnd bei Gelegenheit Zunge sagen, was Herz füh-len. Warum Niemand Ench heirathen wollen?"
„Ich bin nicht ganz klng, sagen sic. Vater sagt mir dasoft; nnd anck Judith manchmal, wenn sie ärgerlich ist, aber ichwürde ans sie nicht so viel geben, als ans Mutter. Sie hat esauch ein ma l gesagt; nnd dann weinte nnd schluchzte sie, alsob ihr das Herz brechen wollte; nnd so weiß ich, ich bin nichtganz klng."
Hist starrte das sanfte, einfältige Mädchen eine volle Minutean, ohne zu sprechen; nnd dann schien die ganze Wahrheit anseinmal dem Geiste der jungen Indianerin hell anfzngehen. Mitleid,Ehrfurcht nnd Zärtlichkeit schienen in ihrer Brust zu kämpfen;dann plötzlich anfstehcnd, bezeigte sie gegen ihre Genossin denWunsch, sie möchte sie in das nicht entfernt liegende Lager beglei-ten. Dieser unerwartete Uebergang von der Vorsicht, welche Histzuvor anznwenden sied beflissen gezeigt hatte, um nicht gesehen znwerde», zu dem Entschluß, ihre Freundin ganz offen zn den In-dianern zn führen, entsprang ans der sichern Ucberzengnng, daßkein Indianer ein Geschöpf kränken und beschädigen würde, dasder große Geist entwaffnet, indem er cs des stärksten Vertheidi-gnngsmittels, der Vernunft, beraubte. In dieser Hinsicht gleichensich-alle Nationen von unverdorbenem Gefühl; sie scheinen solchenGeschöpfen freiwillig, in Folge eines der menschlichen Natur Ehremachenden Gefühls, durch ihre Nachsicht den Schutz angedeihcnzu lasse», welcher durch die unerforschliche Weisheit der Vorsehungihnen versagt ist. Wah-ta!-Wah wußte in der That, daß beimanchen Stämmen die Geistesschwachen nnd die Verrückten eine Artreligiöser Verehrung genoßen; daß sie von den ungebildeten Be-wohnern des Waldes Achtung nnd Ehren empfingen, statt der