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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Wah-ta!-Wah führte jetzt ihre Genossin dem See zn, dieAnhöhe so weit hinabsteigcnd, daß deren uberhangende Bäume undGebüsche zwischen ihnen und etwaigen Lauschern standen; und siemachte nicht eher Halt, als bis sie nebeneinander aus einem gefal-lenen Baumstamm saßen, dessen eines Ende wirklich im Wasser lag.

Warum kommt Ihr?" fragte die jnnge Indianerin lebhaft;woher kommt Ihr?"

Hetty erzählte ihre Geschichte in ihrer einfachen, treuherzigenWeise. Sie erklärte das Unglück ihres Vaters, und sprach ihrenWunsch ans, ihm zn dienen, und wo möglich seine Befreiung zubewirken.

Warum Euer Vater zn Mingv Lager kommen bei Nacht?"fragte das indianische Mädchen mit einer Geradheit, die, wennnicht von der andern entlehnt, viel von ihrer Offenherzigkeit hatte.Er wissen, daß Krieg ist und er kein Knabe mehr er wohleinen Bart haben ihm nickt zn sagen nöthig, daß IrokesenTomahawk und Messer und Büchse führen. Warum er kommenzur Nacktzeit, mich beim Haare packen und delawarisches Mäd-chen skalpiren wollen?"

Euch!" sagte Hetty, vor Entsetzen fast umsinkend,Euch hater gepackt Euch wollte er skalpiren?"

Warum nicht? Dclawaren-Skalpe so viel gelten als Mingo-Skalpe. Gouverneur keinen Unterschied machen. Rnchlos fürBleichgesicht, skalpiren. Nicht seine Gaben, wie der gute Wild-tödter mir immer sagen."

Und Ihr kennt den Wildtödter?" fragte Hetty, erröthendvor Freude und Uebcrraschung, unter dem Einfluß dieses neuenGefühls für den Augenblick ihren Jammer vergessend.Ich kenn'ihn auch. Er ist jetzt auf der Arche mit Judith und einem Dela-ware», der die große Schlange heißt. Ein kühner und schönerKrieger ist er auch, die Schlange!"

Trotz der reichen, tiefdunkeln Farbe, welche die Natur der