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Mädchen durch die Jrrpfade des Forstes; manchmal fand sie sichauf dem Rand der an den See gränzcndcn Uferhöhe, und dannwieder rang sie sich eine Erhöhung hinan, die sie warnte, in dieserRichtung nicht weiter zu gehen, da sie »othwendig in einem rechtenWinkel die Bahn dnrchfchnciden mußte, auf der sie vorwärtswollte. Oft glitten ihre Fuße ans, und manchen Fall that sie,wiewohl keinen, wobei sie sich beschädigte; aber nach Ablauf dergenannten Zeit war sie so müde geworden, daß ihr die Kräftefehlten, weiter zu wandeln. Ruhe war ihr unentbehrlich; und siemachte siel, daran, sich ein Lager zu bereiten, mit der Unbedenklich-keit und Kaltblütigkeit eines Gemüths, das die Wildnis; mit keinenunnöthigcn Aengstcn erfüllte. Sie wußte, daß wilde Thiere indem ganzen benachbarten Wald hernmstrciften, aber solche Bestien,die den Menschen nachstellcn, selten —und gefährliche Schlangen imbuchstäblichen Sinne keine da waren. Diese Umstände waren ihrvon ihrem Vater bekannt; und was einmal ihr schwacher Geistaufnahm, das nahm er so vertrauend ans, daß ihr gar keine Un-behaglichkeit verursachende Zweifel »nd Bedenklichkeiten übrigblieben. Ihr war die Erhabenheit der Einsamkeit, in die sic sichversetzt sah, eher tröstlich als entsetzlich; und sie raffte sich einBett von Laub zusammen mit solcher Gleichgültigkeit gegen dieUmstände, welche aus der Seele der Meisten ihres Geschlechtsjeden Gedanken an Schlaf würden verscheucht haben, als rüstetesie sich ihre allnächtliche Schlafstätte unter dem väterlichen Dache zu.
Sobald Hetty eine hinlängliche Menge trocknen Laubes gesam-melt hatte, um sich gegen die feuchte Ausdünstung des Bodens zuschützen, kniete sie neben den nieder» Hansen, faltete ihre erhobenenHände in einer Stellung inniger Frömmigkeit, und sagte mit sanfter,leiser, aber vernehmlicher Stimme das Gebet des Herrn her. Darauffolgten jene einfachen und frommen Verse, den Kindern so bekannt,worin sie ihre Seele Gott empfahl, falls sie vor der Wiederkehrdes Morgens in ein anderes Dasein sollte abgernfen werden. Nach