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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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entfliehen, war ganz nnthnnlich, und beide Männer ergriffen, einesKampfes gewärtig, ihre Buchsen.

Ich kann den Ruderer leicht zu Boden fällen," flüsterte Wild-tödter,aber mir wollen ihn zuerst anrufen und um sein Vor-haben fragen." Dann erhob er seine Stimme und rief ernst undfeierlich:Halt! Wenn Ihr näher kommt, muß ich feuern, sowenig ich es wünsche; und dann ist sicherer Tod die Folge. Stelltdas Rudern ein und antwortet."

Feuert und tödtet ein armes, wehrloses Mädchen," erwie-derte eine sanfte, zitternde weibliche Stimme,aber Gott wirdEuch das nie vergebe»! Geht Eures Weges, Wildtvdter, undlaßt mich den meinigen gehen!"

Hetty!" riefen der junge Mann und Judith in Einem Athem;und der Ersterc sprang sogleich nach der Stelle, wo er das amTan mitgeführte Canoe gelassen hatte. Es war weg, und nunverstand er die ganze Sache. Die Entflohene, erschrocken über dieDrohung, hörte zu rudern ans, und blieb nur dämmernd sichtbar,einem gespenstischen Umriß einer menschlichen Gestalt ähnlich, überdem Wasser stehen. Im nächsten Augenblicke ward das Segelherabgelasscn, damit die Arche nicht an der Stelle, wo das Canoesich befand, vorübergleitete. Diese letzte Maßregel jedoch wardnicht mehr zu rechter Zeit getroffen, denn das Gewicht eines soschweren Fahrzeugs und der Anstoß des zwar schwachen Windes- trieben es bald daran vorüber, und bewirkten, daß Hetty geradehinter dem Winde sich befand, obwohl noch sichtbar, da der Wechselin der Stellung der beiden Fahrzeuge sie in jene obenerwähnteArt von Milchstraße brachte.

Was kann dieß bedeuten, Judith?" fragte Wildtvdter.Warumhat Eure Schwester das Canoe genommen und uns verlassen?"

Ihr wißt, sie ist schwachsinnig, das arme Mädchen! und siehat ihre eignen Ideen darüber, was zu thun sei. Sie liebt ihrenVater mehr, als die meisten Kinder ihrcEltern liebenund dann-"

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