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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Wenn er so viel Klugheit besitzt, können wir einen nützlichenFrennd an ihm erwarten, falls nicht sein eigenes Geschäft indieser Gegend ihn hindert, uns zu dienen/'

Ich sehe nicht, was es viel schaden könnte, wenn ich Enchsein Vorhaben sage, und da Ihr vielleicht Mittel findet, uns be-hilflich zu sein, will ich Ench und Hetty in die ganze Sache ein-weihen, im Vertrauen, daß ihr das Geheimuiß wie euer eigenesbewahren werdet. Ihr mußt wissen, daß Chingachgook ein hübscherIndianer ist, sehr gerne gesehen und bewundert von den jungenWeibern seines Stammes, sowohl wegen seiner Familie, als wegenseiner selbst. Nun ist ein Häuptling, der eine Tochter hat, Wah-ta!-Wah genannt, was in unserer Sprache Hist-oh!-Hist be-deutet, das rarste Mädchen unter den Delawaren, die von allenjungen Kriegern des Stammes am meisten zum Weib gewünschtund begehrt wird. Nun, unter den Andern fand auch ChingachgookGeschmack an Wah-ta!-Wah, und Wah-ta!-Wah fand Geschmackan ihm." Hier hielt Wildtödter einen Augenblick inne; denn alser so weit in seiner Erzählung gekommen, stand Hetty Hutterauf, näherte sich ihm, und stellte sich aufmerksam an sei» Kniehin, wie ein Kind näher rückt, um aus die Mährchen seiner Mut-ter zu horchen.Ja, er fand Gefallen an ihr, und sie an ihm,"begann Wildtödter wieder, nachdem er einen freundlichen, beifäl-ligen Blick auf das unschuldige, hörbegierige Mädchen geworfen,und wenn das einmal so ist, und alle Eltern sind einverstanden,so ist es nicht oft der Fall, daß das junge Paar so verborgenbleibt. Chingachgook konnte nicht wohl eine solche Beute davon-tragen, ohne sich Feinde zu machen unter denen, die sie ebensobegehrten wie er. Ein gewisser Briarthorn "), wie wir ihn eng-lisch nennen, oder Jokommen, wie er im Indianischen heißt, nahmes sich am meisten zu Herzen»- und wir haben ihn im Verdacht,

') Brombendorn.