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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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machen/ mährend seine wirkliche Lage dem sonstigen Anziehendennoch den Reiz des Nenen und Seltsamen hinznfngte.

Als jedoch Wildlödter dem Kastell näher kam, drängten sichseiner Seele ernste Gedanken ans, die ans einmal alle Schönheiten,welche die Scenerie des See's und die Lage dieses eigenthiimli-chen Gebäudes anszeichneten, ganz verdrängten und schwindenmachten. Judith und Hetty standen ans der Platform vor derThiire, Hutter's Thorhof, mit sichtbarer Aengstlichkeit seine An-kunft erwartend; die Erstere von Zeit zu Zeit seine Person unddie Canoe's durch das schon erwähnte alte Schiffsfernglas beob-achtend. Nie erschien wohl dieß Mädchen in einem höher» Glanzeder Schönheit als eben jetzt; die Nöthe der Unruhe und des ge-spannten Interesse erhöhte ihre Gesichtsfarbe zu den herrlichstenTinten, mährend die Sanftmnth ihrer Angen, ein Reiz, den selbstdie arme Hetty mit ihr theilte, durch die Ergriffenheit ihrer Emfin-dung noch einen tiefern Ausdruck erhielt. So war wenigstensdie Meinung des jungen Mannes, der jedoch nicht inne hielt, nichtsich einfallen ließ, die Motive zu analysiren, oder irgend welchespitzfindige Unterscheidungen zwischen Ursache und Wirkung znmachen, als er mit seinen Canoe's die Arche erreichte, an derenSeite er alle drei sorgfältig befestigte, ehe er den Fuß auf diePlatform setzte.

Achtes Kapitel.

Sein Wort ist Bürgschaft und sein Eid Orakel;

Treu seine Liebe, makellos sein Denken;

Des Herzens reine Boten seine Thränen;

Sein Herz so fern von Trug wie Himmel von Holle.

Shakespeare.

Annes der Mädchen sprach, als Wildtödter allein vor ihnenstand, und sein Gesicht all' die Besorgnisse verrieth, die er wegendes Schicksals der zwei abwesenden Glieder ihrer Gesellschaft empfand.