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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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lange er lebt, ein rechtes Gewürm und ein Vagabund; aber dasist kein Grund, warum ich meine Gaben und Farbe vergessen sollte.Nein, nein, lass' ihn gehen; wenn wir »ns je wieder treffen, dieBuchse in der Hand, »nn dann wird man sehen, wer das mnthigsteHerz und das rascheste Auge hat. Falkenange! das ist kein üblerName für einen Krieger, und klingt viel mannhafter und tapfererals Wildtödter! Es wäre kein übler Titel für den Anfang, »ndist ehrlich verdient worden! Wenn es Chingachgook begegnetwäre, so könnte der jetzt hingehen und sich seiner Thaten rühmen,und die Häuptlinge würden ihn in der Minute Falkenange nennen;aber weißem Blut ziemt es nicht zu prahlen, und es ist nichtleicht abzusehen, wie die Sache wird bekannt werden, wenn nichtdurch mich. Nun gut; alle Dinge sind in den Händen der Vor-sehung: diese Sache so gut wie andere; ans sie will ich vertrauen,daß mir nach meinem Verdienste zu Theil wird."

Nachdem der junge Mann so verrathen, was man seine schwacheSeite nennen konnte, fuhr er schweigend in seinem Rudern fort,und fuhr rüstig, und so schnell ihm nur seine Taue erlaubten, demKastell zu. Mittlerweile war die Sonne nicht nur aufgegangen,sondern sie stand auch schon über den östlichen Bergen, und goß eineFlut prächtigen Lichts ans den bis jetzt noch ungetrübten Wasser-spiegel. Die ganze Scene strahlte von Schönheit; und Niemand,der mit der gewöhnlichen Geschichte der Wälder nicht bekanntgewesen, .hätte geahnt, daß sie vor so kurzer Zeit erst Zeugin vonso wildem und barbarischem Beginnen gewesen. Als Wildtödtersich dem Ban des alten Hutter näherte, dachte, oder vielmehrfühlte er, daß dessen äußere Erscheinung in eigenthümlichem Ein-klang mit der ganzen übrigen Scene stehe. Obgleich an Nichtsals an Stärke und Sicherheit gedacht worden war, trugen dochdie rohen, massiven Baumstämme, mit ihrer rauhen Rinde bedeckt,das vorspringende Dach, und die ganze Form dazu bei, das Ge-bäude zu einem, beinahe unter allen Verhältnissen malerischen zu