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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Augenblick, sondern stürzte sich in de» Wald und suchte sich einenSchirm nnd Schild.

Gleich ans dem Vorsprung war ei» kleiner offener Platz, theilsmit Graswnchs bedeckt, theils Ufcrplatz, aber ein dichter Saumovn Gebüschen umzog seine obere Seite. Wenn man an diesemschmalen Streis zwerghaftcr Vegetation vorüber war, gelangteman sogleich in die hohen, düster« Gewölbe des Waldes. DasLand war einige hundert Fuß weit ziemlich eben, nnd dann stiegcs steil bergan. Die Bäume waren hoch, grosi, nnd so frei vonUnterholz, das; sie gewaltigen, unregelmäßig zerstreuten Säulenglichen, die eine Kuppel von Laub trugen. Obwohl sie ziemlichdicht an einander standen für ihr Alter nnd ihre Größe, konntedoch das Auge in ansehnliche Entfernungen Vordringen, »nd selbstSehaaren von Männern hätten unter ihrem Schutz mit Einsichtnnd Einverständnis; ein Gefecht liefern können.

Wildtödter wußte, das; sein Gegner mit dem Laden beschäftigtsein »inßte, wenn er nicht geflohen war. Jenes war, wie sichzeigte, wirklich der Fall, denn kaum hatte sich der junge Mannhinter einen Baum gestellt, als er des Arms eines Indianers an-sichtig ward, dessen Körper hinter einer Eiche sich versteckte, wieer eben die ledernmwickelte Kugel in den Lauf stieß. Nichts wäreleichter gewesen, als vorspringcn nnd die Sache entscheiden durcheine» Angriff aus der Nähe auf seinen unvorbereiteten Feind;aber jedes Gefühl Wildtödters empörte sich gegen einen solchenSchritt, obgleich eben erst sein Leben durch einen ähnlichen Angriffans gedecktem Hinterhalt bedroht gewesen war. Er war nochnicht geübt in den mitleidslosen Maßregeln der Kriegführung derWilden, wovon er wenig wußte, außer durch Ueberlicfernng undTheorie, nnd es erschien ihm als ein unwürdiger Vortheil, einenunbewaffneten Feind anzngreifen. Seine Farbe war dunkler ge-worden, sei» Auge sprühte grimmig, sein Mund war znsammen-gezogen und alle seine Kräfte gesammelt und gespannt; aber statt