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Siebentes Kapitel.
Du Gcgenbild der wilden Welt, die ichBewohnt, o Leman! Deine Wasser schwellenIn süßer Nuh'! Zn tauschen, mahnt sie mich,
Der Erde trübe Flut für rein're Quellen.
Lautlos entführt der Kahn mich auf dem Hellen,Freundlichen See all' meinem Leid! Wohl langLiebt' ich ein tobend Meer; doch deine Wellen,
Sie schmählen sanft, wie Schwesterstimmen Klang,Daß je so rauhe Lust so mächtig mich bezwang.
Byron.
Acr Tag war ft ziemlich angebrochen, als der jnnge Mann,den wir in der im letzten Kapitel geschilderten Lage verließen, dieAugen wieder öffnete. Sobald dies; geschehe», sprang er auf undsah sich um mit der Lebhaftigkeit eines Mannes, der plötzlich fühlte,wie wichtig es für ihn sei, sich eine genaue Anschauung von seinerStellung zu verschaffen. Sein Schlaf war tief und ungestört ge-wesen; und jetzt wachte er auf mit einer Klarheit des Geistes undeiner Entschlossenheit und Energie, die er in diesem Augenblick ge-rade wohl brauchen konnte. Die Sonne war zwar noch nicht anf-gegangen, aber das Gewölbe des Himmels prangte in jener herzer-freucnden sanften Röthe, die ,den Tag anführt und schließt', wäh-rend die ganze Luft erfüllt war von dem Gejanchze der Vögel, denHymnen des gefiederten Geschlechts. Diese Töne verkündeten Wild-tödtcr zuerst die Gefahren, denen er ansgesetzt war. Die Luft,denn Wind konnte man cs kaum nennen, war zwar noch gelind,aber sie war doch im Laufe der Nacht etwas stärker geworden,und da die Canoe's bloße Federn auf dem Wasser waren, warensie doppelt ft weit fortgetriebcn morden, als man berechnet hatte;und was noch gefährlicher, sie hatten sich ft sehr dem Fuß desBerges genähert, der hier steil von der östlichen Küste empor-stieg, daß das Gejanchze und Schmettern der Vögel ganz deutlichgehört werden konnte. Und dies; war noch nicht das Schlimmste.Das dritte Canve hatte dieselbe Richtung genommen, und triebDer Wildtödter. g