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Fähre genommen, nnd seine Pfeife angezündct. Er saß so erstwenige Minnten, als Hctty verstohlen ans der Kajüte, oder demHanse, wie sie gewöhnlich diesen Theil der Arche nannten, heran-schlich, »nd sich ans einer kleinen Bank, die sie mitbrachte, zn sei-nen Fußen setzte. Da dies; Beginnen eben nichts Ungewöhnlichesbei dem schwachsinnigen Kind war, beachtete es der Alte nichtweiter; er legte nnr seine Hand in liebevoller, beifallgebenderWeise ans ihr Haupt, eine Liebkosung, die das Mädchen in stum-mer Sanftmnth hinnahm.
Nach einer Panse von einigen Minuten fing Hetty an zn singen.Ihre Stimme war schwach nnd zitternd, aber ernst »nd feierlich.Die Worte und die Weise waren von der einfachsten Art; es wareine Hymne, die ihre Mutter sie gelehrt hatte, und eine jenernatürlichen Melodien, die bei allen Klaffen, zn allen Zeiten Bei-fall nnd Gunst finden, weil sie vom Herzen kommen nnd an'sHerz sprechen. Hutter horchte nie diesem einfachen Gesang, ohnedaß sein Herz nnd sein Benehmen milder wurde; dies; wußteseine Tochter wohl, und sie hatte es sich schon oft zn Nutze ge-macht vermöge jenes geheimen, heiligen Instinkt, der oft die Gei-stesschwachen erleuchtet, zumal bei ihren guten Absichten nnd Be-strebungen.
Hetty's leise, süße Töne drangen nnr erst einige Augenblickedurch die Lüfte, als das Klatschen der Ruder anfhörte, nnd derheilige Gesang allein in der athmendcn Stille der Wildniß znmHimmel emporstieg. Wie wenn sie im Verfolg der Hymne Muthgewänne, schien ihre Kraft, wie sie weiter sang, zn wachsen; nndobgleich nichts Gemeines oder Schreiendes sich in ihre Melodiemischte, schwoll doch ihre Stärke nnd schwermüthige Zartheit hör-bar an, bis die Luft erfüllt war von dieser einfachen Huldigungeiner Seele, die beinahe fleckenlos erschien. Daß die Männer vornnicht gleichgültig blieben gegen diese rührende Unterbrechung, gingaus ihrer Unthätigkeit deutlich hervor; auch klatschten nicht eher