Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
Entstehung
Seite
286
Einzelbild herunterladen
 

286

Briefe

cs veredelte, Merinthianer.*) Ware indeß einschlechter Nachlaß von ihnen cs in der Folge gewor-den; so ist der Scheingrund ihres Werdens nochin der Geschichte ihre» Ursprungs sichtbar. Siewaren Juden, unter einem Bruder des Herrn,der aus Bescheidenheit und Charakter bei demThätlichen des Cbristenthums und nicht bei denhistorischen Umständen seines Urhebers weilte. AlsSohn Josephs und Maria, als Bruder Jesubekannt: wie? wenn Jesus nun auch nur dasselbegewesen wäre? Gelangs ihnen also, das Evange-lium Matthäi an seinen ersten Kapiteln zu verstüm-meln : in den Briefen JakobllS und PetruS standnichts so klares so konnten sie auf den Abwegkommen. Aber gewiß wars ein spater, sehr unapo-stolischer Abweg , der übrigens auch blos aufGebMtJesu gingob er nemlich ein Sohn JoftphS undder Maria; oder vom H. Geist empfangen sey?"denn für Gottes Sohn hielten sie ihn**) ausdrück-lich. Weil sie gleichsam seiner menschlichen Fa-milie zu nahe waren, entstand jener Jrrihum,wenn er, wie Epiphanias doch nicht behaupten will,da gewesen.

io.Endlich waren sie die Christen, die, derWarnung Jesu und der Apostel treu, sich, da die

*) Wir werden unten sehen, daß auf die ersten rei-ner» Zeiten durchaus nicht der Jrrlhum fällt,und daß selbst die Väter, die Alles unter Ebio-nit werfen, hier unterscheiden müssen.

**) Lpiplr. Huer. XIX.