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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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Briefe

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doch lieber Bruder! Nun waren Petrus undJakobuS jahrelang in Jerusalem zusammen, stan-den Einem Geschäft vor, hatten also mehr EineRichtung genommen, als zwcen andre warumsoll Jakobus nicht äußern, was Petrus offenbaräußert?

Und wie thuts Jakobus? Als die bestimmteRedlichkeit und Bescheidenheit selbst *). Er nenntkeinen: beugt bloß einem Mißverstände und Miß-brauch vor, der doch gewiß, wenn auch über Worteeines Engels vom Himmel entstanden, der schäd-lichste Mißbrauch gewesen wäre: thuts ohne Neid,durch Beispiel, Sache, Grund, scharfe Bestim-mung des Falles tritt dann demüthig ab**):Lieben Brüder! Lehrer zu seyn ist eine schwereSache! auch der Beste kann fehlen oder mißver-standen werden! und als Lehrer sollte doch daskeiner! Und wir fehlen alle doch mannigfaltigich, Paulus, Petrus und wer es sey" wahr-lich eine thätige Probe der Weisheit, die JakobuSin eben dem Briefe für die Einige erkennet! Solltesolch ein Widersprechen oder Vorbeugen nicht erlaubtseyn: so wüßte ich nicht, welche Rede cs wäre?Der Brief Jakobi ist der vorsichtigste, den vielleichteine menschliche Feder schrieb!

Lieb und lehrend sey uns auch dieser Zwist bei-der Männer. Er war kein Zwist, als im Auge

ihrer

*) Gal. il,.**) K. 3, r.