'einem Worte, von einer Eigenschaft als von ei-nem handelnden Wesen, wie von sich und demVater, gesprochen und so gar Glaube und Andachtan dies Wort, wie an sich und an den Vater be-sohlen , ja ihm einen Namen d. i. in der Sprachedes Morgenlandes ein Amt, eine Thätigkeit , eineBestimmung , ja eine von sich und dem Vater un-terschiednc GrundbestimNMNg, gegeben hätte: welch«in Unsinn und Aberglaube wäre das!
Uneben also, daß man die Aemker und Hand-lungen des heiligen Geistes, wie die Acmter Christiund der Christen theilt: er hat nur eilt Amt, dieStelle Christi umsichtbar zu vertreten, in denSeelen der Seinen, Geist der Lehre, der Liebe,der Kraft, der Demuth , des ruhigen Wahrheit-jinnes, kurz Alles zu werden, was Jesus hie warund wozu er Anfangsmeise die Seinen bildete. —Und werden gar dem Geiste Aemter, Handlungen,Wirkungsweisen zugeschrieben, die Jesus hier aufErden nicht hatte, die er an seinen Aposteln wederbildete noch ihnen versprach; so ists Trug und nichtder Geist Christi. Der war nur ParakletuS , derunsichtbare Vertreter seiner Stelle, und wir habenauch hier am Leben Jesu die vesteste, fortgehende,sichtbare Probe.
Ich nehme z. B. „die Salbung Johannes,„die in uns bleibet und die uns alles lehret, und„wie sie uns gelehret hat, so sollen wir bei ihr„bleiben:" verstehen wir im mindsten die Sprach»des Apostels, so ists nichts weniger als eine irdischeAllwissenheit, ein Befragen des Geists in mystischen