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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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168
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Aber wir haben Vattologie daraus gemachtund betcns gerade so, wie jene Heiden ihre VadjSbeteten, als Tribut bei jeder Zerstreuung vor undnach. So lehren wirs die Kinder plappern, daßsie auf ihr ganzes Leben, selbst wenn sies nachherverstehen lernen, nicht mehr die Gedanken dabeisammeln und cs also nimmermehr beten werden.Keine Formel sollte ihnen einfältiger», klarem,herzlichem ersten Eindruck geben, als diese, daßsie ihnen keine Formel sey, daß sie Abdruck ihrerbetenden Seele werde. Und das kann sie wirklich,so einfältig, rein und allumfassend ist sie. DasHerz der Kinder ist diesem Gebete, eben seinerEinfalt wegen, auf eine wunderbare Art offen,wenn wir nur nicht selbst die sind, die die Einfaltverwirren*).Auch hier sehet ZN/ daß ihrnicht Eins dieser Kleinen verachtet: ihreEngel im Himmel sehn allezeit das Angesicht//meines Vaters im Himmel d. i. verehretund liebet in jedem aufmerkenden Kinde, und anseiner unschuldigen, ewigen, zu großer Seligkeit

*) Die gewöhnliche Siebenbittencrklärungist ein altes Mönchstück, das schon aus dem gtenJahrhundert Eccard deutsch herausgegeben.(Tacsrck. tlatsali. Dbeoä. p. 60.) Lutherbehielt sie, weil er sie im Munde des Volksfand, mußte ihre Erläuterung aber wieder selbsterläutern.