zum neuen Testament. 167
„denn dein ist das Reich u. s. w."*) In allembist du Gott, beseligender Vater! —
Großes Gebet! Es breitet die Seele durchalle Himmel, macht sie mitfühlend mit Gott, sei-nem und unserm Ebenbilde, Jesu, und allen rei-nen, ewigen, seligen Wesen. Da cs sich einenAugenblick auf der Erde fühlen muß, machts imIrdischen getrost, im Geistigen tief, demüthig undimmer strebend. „Noch liegt Sünde und Staub„auf den Schwingen: Stunden der Versuchung
„können ihn noch schwerer und in finsterer Wolke„daher wehen; aber Gott verlaßt uns nie! er wird„uns erlösen!" Im Körper der Raupe sind schondie Flügel verborgen, die einst der freiere, schönereEngel schwinget.
Großes Gebet! Harmonie der Empfindungenvon der höchsten Höhe, zur tiefsten Tiefe, undwieder zur größten Höhe empor.
Und Jesus hats uns vorgebctct. Es ist, dieSünde ausgenommen, der sanfte Abglanz seinerSeele! Wir solltens itt seinem Namen d. i. reinund herzlich wie Er beten können, und in der tief-sten Tiefe würde sich das betende Geschöpf, wieauf einem Sonnenhügcl mit Himmelsluft undDuft der seligen Ferne und Gegenwart des ganzenValcrreichs umflossen fühlen! —
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