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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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Erläuterungen

also Entschluß und Freudigkeit gnug, dies Gottes-gcfühl, Gott zum Beweggründe und Maaße vor-zuhaltcn, wje auch Er ihm vergeben werde!Größe und Dcmulh! Kühnbcit und edle Gewiß-heit! Die Bitte liegt Jesu so an, daß er sie gleichnach Endigung des V. U., als ob sie die merk-barste , schwerste und die Probe Aller sey (V. 24.i 5 .) und auch in andern Stellen und Gleichnissenwiederholet.

Nock) tiefer sinkt das Gebet in Demuth. Derbetende Sohn Gottes fühlt sich hier im Stande derVersuchung, der Prüfung, wo das Böse noch im-mer über ihn die Uebcrmcichk haben könne.Inwelchen Gestalten karms erscheinen! in welchenStunden mich treffen! welche Gewalt dem Ver-sucher über mich gegeben werden, daß ich unter-liege! Weiß ich das? sehe ichs voraus? ist da dieKraft meiner? Fuhre mich nicht in Versuchung!sondern erlöse uns vom Bösen! Befreie unsschwache Brüder alle immer mehr und endlich völ-lig von dem, was versucht, anklebt, drückt, zurErde fesselt." Die Bitten sind wieder Eins. Vonder untersten Tiefe zu welchem hohen Aufflugeführt Jesus. Sein menschlicher Bruder fühlt mitall seinen Brüdern, daß ihm eine Höhe bestimmtsey, wo er erhaben über Sünde, Versuchung, Ne-bel, frei und froh athme! Dahin betet er sich:dahin will er im Aether Gottes sich schwingen.In der tiefsten Tiefe beschließt er schon im Geistemit völliger Zuversicht und Größe da, wo er be-gann, im Gefühle der Glückseligkeit aller Welten,