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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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zum neuen Testament. r65

Nun kommt er mit einem Blicke auf sich zu-rück*); aber nur mit einem Blicke! Der Engelfühlt, daß er noch am Staube knie, wo seine irdi-sche Erhaltung am Brode aus der Erde klebe. Erbittet darum, nicht für sich allein, sondern fühltsich auch in diesem Bedürfnisse mit all seinen noth-dürfligen Brüdern. Unser nothdürftigeö Brodgieb unö heute. Aber auch das Gebet thut erfröhlich, nur mit einem Blicke und Wunsche. Erist in dem großen Vorrathshause des Vaters, woder Vogel nicht darbt und die Lilie sich kleidet!Wie thätig und selig zeigt hier Jesus selbst, wasec sonst bestehlttrachtet am ersten nach dem Rci-che Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, das an-dre wird euch zufallenl" Indessen sinds nichtMüßiggänger, die er damit bildet: er bittet heutesein Brod auf Morgen: sein liebes täglicheö Brod,wic's Luther meinet.

Das Gebet wird demüthigcr: cs wird Beicht! **)Bekenntnis der Sünden und Bitte um Vaterlang-muth. Der Sohn Gottes fühlt sich noch vollSchulden, habe lang nicht die Gerechtigkeit desReichs Gottes in Rcinigkeit, That und Milde er-füllet. Vergieb mir meine Schulden ! Sogleich aber blickt wieder ein Funke der Göttlichkeitdurch feine Seele. ,,Jch bin auch Gottes Bild!Bild des obersten, milden Königs und Vaters!Auch ich kann und soll, wie Er, verzcihn!" Hat

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