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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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zum neuen Testament. 16p

Poet, König, der BattuS hieß und stammelte.Ist Stammeln und Plappern einerlei? Der Einefliegt, der andre kriecht; der Eine kann nicht gnug,der andre kann gar nicht reden heißt das er-klären?

Und warum mußts erklärt seyn? in allen Spra-chen ahmt Plappern den Schall des Plappers nach:warum konnts also nicht ein Provinzialwort? oderein beibehallncs Wort des Ucbersctzers aus der chal-däischen Ursprache*) seyn, zumal Matthäus so po-pulär ist, und Jesus hier Alles dem Munde desVolks entwendet.

Und siehe! gerade so ists. Die PlapperndenGebctsformeln der Heiden, vor denen Christuswarnte, hießen selbst Vadjö. Alle bisherige Ge-lehrsamkeit darüber fällt also in den Brunnen.

Vor welchen Heiden sollte Jesus warnen, alsvor denen, von denen sie ihr meistes Pharisäcrthumher hatten, die bei ihnen mit ihrer Philosophie nochin so großem Ansehen standen, und das waren we-der gehaßte Griechen noch Römer, sondern Chal-däer. Vadj heißen in Zend-Avesta alle erschreck-lich schwatzhafte Gebetsformeln, bei jeder Vorfallcn-

*) Es ist unnütz gewesen; 2 unnütze

Worte, Plaudereien. Es scheint in der Urspra-che also wirklich ein Wortspiel gewesen zu seyn ^da Jesus den eigentlichen Namen der Gebete inPlaudereien verwandelt.

Herders Werke z. Rcl. u. Theol. VlU- L