zum neuen Testament.
139
auch hier nur eine Folge des Unsichtbaren. //Dei-ne Sünden sind dir vergeben !" sagte Jesus zu-erst, ehe er sprach: „Stehe aus und wandte!" DieBeispiele der Besessenen zeigen es am meisten, under stellt sie auch am meisten in das Licht, daß erbei allen Wundern in ein unsichtbares Reich guteroder böser Kräfte wirkte. Wgö er «Ulf Erden lö-sett/ mußte erst im Himmel los seyn.
„Der Mensch glaubte, und zur Stunde verließ„ihn das Fieber." Das Beispiel dieses Haupt-manns (jZocceeXex»,) das alle vier Evangelisten, je-der auf seine Weise, erzählen, stellt recht mit Sol-datenstarke und Einfalt es ins Licht: „daß Jesu„Wort, ja mehr als der Befehl eines untergeord-neten Kriegers , unausbleiblich auch in die Ferne„wirken müsse." Und den großen, damals (imAnfänge seines Lehramts !) noch neuen Glauben prei-set Jesus als eine den Jüngern selbst noch fremdeund schwere Zuversicht. Nichts suchte er mehr,und war ihm schwerer zu erziehen, als diese ewige,bleibende, innige, auch im Dunkeln anschauendeGotteszuversicht. Sowohl das Laster, die Bosheit,als die kränkelnde Ungewißheit und raisonnirendeGrübelei der Seele, vertrieb sie. Auch dazu wähl-te Jesus Unmündige, Unwissende, die starke Ein-falt glaubender Jünger. Bei einem Staatsklugenverliert sich jene Offenheit des Angesichts, Sinnesund Herzens, die bei einem kindlichen Engel vonallem ersten Guten der Grund ist. Um Jesumschwebte ganz Einfalt, unmittelbares Gefühl derGottesgegenwart, das Herzen nahm und Zuversichtweckte.